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Störche endgültig vergrault?

Auf einem Storchennest in Neustadt wurden im Juni zwei Störche gesichtet. Seit Tagen scheint der Horst aber verwaist. Oder doch nicht?

Schon wieder gibt es Verwirrung bei Neustadts Störchen. Sind sie noch da oder wieder weg?
Schon wieder gibt es Verwirrung bei Neustadts Störchen. Sind sie noch da oder wieder weg? © Daniel Schäfer

Große Freude herrschte in Neustadt, als im Juni dieses Jahres plötzlich zwei Störche hoch oben das Nest an der Malzgasse besiedelten. Zwischendurch wurden sie auch immer wieder gesichtet. Und in Neustadt machte sich die Hoffnung breit, dass die Störche dieses Mal bleiben und vielleicht auch Nachwuchs zeugen. 

Seit 2010 ist in diesem Nest eigentlich kein Storchenpaar mehr heimisch geworden. Das geht zumindest aus Neustadts Storchenstatistik hervor. Bis auf 2014. Da wurden im Mai an der Malzgasse Störche gesichtet. Die blieben jedoch nicht lange. In Neustadt erzählt man sich, dass ein Feuerwerk wohl Schuld daran gewesen sein und die Störche auf Jahre vergrault hätte. Nun eine neue Wende in diesem Jahr. In den letzten drei Tagen allerdings wurde die Störche nicht mehr gesichtet. Sind sie etwa schon wieder weg oder haben sie nur ihre Runden auf der Suche nach Nahrung gedreht? 

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Das Thema Störche ist in Neustadt auf jeden Fall ein viel Beachtetes. Lange Jahre beobachtete Heinrich Schmitt, der damals fast daneben wohnte,  die Storchenpopulation. In Büchern notierte der pensionierte Lehrer seit Anfang der 80er-Jahre akribisch jeden An- und Abflug und auch sonst so manche Geschichte aus dem Leben der Störche. Er hat damit das Werk von Alfred Hammer fortgesetzt, der eigentlich der Storchenvater von Neustadt ist. Er war es, der 1958 ein Wagenrad auf den stillgelegten Schornstein der ehemaligen Brauerei Schmole in der Malzgasse bringen ließ. 1962 wurde dann das erste Storchenpaar gesichtet. Vor einigen Jahren musste der Schornstein gesprengt werden. An deren Stelle ließ die Stadt ein Stahlrohr aufstellen, oben mit einem breiten Rand versehen. Der ideale Nistplatz also weit über den Dächern der Stadt. 

Die neue Storchenheimat hinterließ jedoch viel Diskussionsbedarf in Neustadt. Sie schaffte es sogar mehrmals in den Stadtrat. im Jahr 2016 wurde festgestellt, dass die Konstruktion wohl eher ungeeignet sei. Erst waren die Metallstreben zu hoch, die rings um das Nest ragen, dann waren die Drähte, die um den Horst verlaufen, zu dünn. Immer wieder wurde nachgebessert und der Horst Jahr für Jahr gemütlich eingerichtet. Vielleicht hat es ja im Jahr 2020 nun endlich geklappert im Storchennest an der Malzgasse in Neustadt.

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