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Strandklau im Seenland

Sturmschäden an den schwimmenden Häusern beschäftigen die Besitzer, die an den Stränden die LMBV.

© Uwe Schulz

Von Uwe Schulz

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Hoyerswerda. Die Stürme der letzten Monate haben schwere Schäden im Lausitzer Seenland verursacht. Sturm Herwart sorgte Ende Oktober dafür, dass die schwimmenden Häuser sowohl auf dem Geierswalder als auch auf dem Partwitzer See in Mitleidenschaft gezogen wurden. Hier war unter anderem der Zugang von Land aus zur Steganlage völlig zerstört worden. Auch den äußeren Stegausleger riss der Sturm mit seiner Gewalt ab. Mit Tauen wurde er provisorisch am zweiten Ausleger befestigt. An eine Vermietung des Objektes ist seitdem nicht zu denken.

In Bedrängnis gerieten damals auch zwei der schwimmenden Häuser auf dem Geierswalder See. Die auf Schwimmpontons befestigten Stahl-Glas-Konstruktionen sind eigentlich so befestigt, dass sie sich an massiven Pfählen entlang mit dem Wasserspiegel heben und senken, sonst aber nicht auf dem Wasser bewegen können. Doch in zwei Fällen gab die Befestigung nach, sodass die Schwimmhäuser vom Wind aneinandergedrückt und dabei selbst beschädigt wurden. Teile des Hausumgangs wurden zerstört, Geländer abgerissen. Mindestens ein weiteres Haus und der Versorgungssteg, der gleichzeitig die Zuwegung bildet, sind ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Ob Sturmtief Friederike die Schäden noch vergrößerte, ist nicht so ohne Weiteres feststellbar.

Fakt ist aber, dass es bemerkenswerte Landabbrüche im Strandbereich zwischen den schwimmenden Häusern und der Anlegestelle der Fahrgastschiffe am Geierswalder See gab.

Probleme sind Sanierern bekannt

Die Abbruchstelle ist über einen Meter hoch, mehrere Meter Strand fehlen. So ist das eigentlich in jedem Jahr, wenngleich der Abtrag in diesem Winter besonders stark zu sein scheint. Auch bei der sich selbst überlassenen Halbinsel im Partwitzer See holt sich der See seit Jahren seinen Teil. All diese Stellen eint, dass sie nicht durch Wasserbausteine, Buhnen oder Ähnliches geschützt sind.

Die Probleme sind den Bergbausanierern bei der LMBV bekannt. Auf Anfrage erklärte Pressesprecher Uwe Steinhuber, dass die Schäden am Strand nach derzeitigem Stand noch vor der Saison 2018 im Auftrag der LMBV beseitigt werden. „Zum Einsatz wird ein Mobilbagger kommen, der die entstandene Abbruchkante beseitigt und eine Ausgleichsneigung herstellt“, untersetzt LMBV-Projektmanager Jens Bäcker diese Aussagen. „Am Ende der Steinschüttung wird die Abbruchkante mit Wasserbausteinen gesichert.“

An der Halbinsel im Partwitzer See bleiben die Abbruchkanten naturbelassen. Aber: „Abbruchkanten im Bereich des Strandes bis zur Löschwasserentnahmestelle am Partwitzer See werden nach der gleichen Technologie wie am Geierswalder See bearbeitet werden“, so der zuständige LMBV-Projektmanager Jens Bäcker.