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Straße Altlockwitz wird komplett erneuert

Ab April 2009 wird die Holperstrecke in Lockwitz komplett saniert. Das Projekt kostet mehr als eine Million Euro.

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lockwitz

Die Stadt lässt im kommenden Jahr die Straße Altlockwitz zwischen der Dohnaer und der Tögelstraße komplett sanieren. Die Kosten für das Bauvorhaben betragen voraussichtlich 1,2 Millionen Euro. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten im April 2009 beginnen“, sagte Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Ende kommenden Jahres soll der Ausbau abgeschlossen sein.

Der Straßenausbau wird von den Anwohnern seit Jahren gefordert, da sich die Strecke in einem desolaten Zustand befindet. Bei der Vorstellung der Vorplanungen im Ortsbeirat Prohlis verlangten einige Anwohner allerdings Verkehrseinschränkungen, um Lärm- und Schmutzbelästigungen zu verringern. Derzeit befahren die Straße am Tag 2890 Fahrzeuge, erklärte ein Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Gestört fühlen sich die Anwohner unter anderem durch den Bus- und LKW-Verkehr und fordern deshalb, auch nach dem Ausbau die bestehende Tonnage- und Geschwindigkeitsbeschränkung beizubehalten. Auf der Straße Altlockwitz sind derzeit nur 30 Stundenkilometer erlaubt.

„Das Tempolimit wird vermutlich beibehalten, die Tonnagebeschränkung nicht“, sagte Reinhard Koettnitz. Letzteres sei nach einer Sanierung der Kreisstraße nicht möglich. Eine Entscheidung dazu ist allerdings noch nicht gefallen.

Zwischen der Schlossgärtnerei und der Kirche will das Straßen- und Tiefbauamt die Fahrbahnbreite auf 3,50 Meter verringern. Weil dann nicht mehr zwei Fahrzeuge aneinander vorbeipassen, wird das Verkehrszeichen „Wartepflicht bei Gegenverkehr“ aufgestellt. Fahrbahnverengung hat mehrere Gründe. Zum einen soll sie die Straße für Durchgangsverkehr unattraktiv machen. Darüber hinaus ist an der Stelle ohnehin nicht viel Platz, den sich die Fahrbahn mit Fußwegen teilen muss.

Wie hoch die Straßenausbaubeiträge sein werden, sollte die Satzung wider Erwarten doch beibehalten werden, konnte Reinhard Koettnitz nicht sagen. Zum Vergleich: Für den Ausbau der Wilhelm-Franke-Straße betragen die Anwohnerbeiträge 25 Prozent der Kosten für Gehwege und öffentliche Beleuchtung. Carsten Gäbel