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Straße des Friedens bis Ende Oktober zu

Der Bau der neuen Muldenbrücke liegt trotz Winterruhe ziemlich im Plan. Dazu kommt aber noch ein anderes Bauvorhaben.

Zwei Baustellen nebeneinander: Während die Mitarbeiter der Firma Hundhausen an den Hochwassermauern bei Kaufland arbeiten, wird im Hintergrund an der Brücke Straße des Friedens gebaut.
Zwei Baustellen nebeneinander: Während die Mitarbeiter der Firma Hundhausen an den Hochwassermauern bei Kaufland arbeiten, wird im Hintergrund an der Brücke Straße des Friedens gebaut. © Jens Hoyer

Döbeln. Der Winter hatte auf der Baustelle in der Flutmulde seit Dezember für einige Wochen Ruhe gesorgt. Erst kam der Frost, dann das Wasser. Etliche Tage floss die Mulde durch den Kanal, weil das Verteilerwehr wegen des hohen Wasserstandes geöffnet hatte. Aber seit zwei Wochen wird an den Hochwasserschutzmauern wieder gebaut. Und seit dieser Woche haben auch die Arbeiten an der Brücke Straße des Friedens wieder begonnen. 

Thomas Zechendorf von der Landestagsperrenverwaltung glaubt nicht, dass die Winterpause bei der für den Döbelner Verkehr wichtigen Brücke zu wesentlichen Verzögerungen im Bauablauf führt. Denn zum einen sei eine Winterpause eingeplant. Zum anderen liegen die Arbeiten bis jetzt im Plan. 

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„Wir waren vor Weihnachten genau dort, wo wir hinwollten“, sagte Zechendorf. Was heißt: Die Widerlager der Brücke waren betoniert und auch der Mittelpfeiler. Jetzt geht es an das Fertigen des Überbaus der Brücke. Im Spätsommer soll sie fertig sein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Verkehr dann wieder über die Straße des Friedens zur Innenstadt rollen kann. Und das liegt nicht am Brückenbau. Wenn der schon dem Ende zugeht, fängt der Wasserverband Döbeln-Oschatz erst an. 

In der Straße des Friedens direkt vor der Brücke in Richtung Schillerstraße wird ein Regenüberlaufkanal eingebaut. Der soll die Entwässerung der Straßenkreuzung Schillerstraße verbessern, wo sich das Wasser bei Starkregen gerne staut.

Baubeginn wird voraussichtlich Mitte Juli sein, so Tina Stroisch, Sprecherin des Wasserdienstleisters Veolia. Aktuell laufe die Ausschreibung für die Vergabe der Bauleistungen. Geplant seien drei Bauabschnitte. 

Bis Mitte August soll das Regenüberlaufwerk unter Vollsperrung der Schillerstraße außerhalb des Kreuzungsbereiches gebaut werden. Anschließend ist der Bau der Überlaufleitung geplant. Hierfür muss bis etwa Mitte September die Straße des Friedens außerhalb des Kreuzungsbereichs für den Straßenverkehr gesperrt werden. 

Im dritten Bauabschnitt sollen weitere Kanalbauarbeiten erfolgen, das Schachtbauwerk im Kreuzungsbereich hergestellt sowie Entwässerungsleitungen angebunden werden. „Nach dem Deckenschluss ist mit einer Freigabe des Kreuzungsbereichs Ende Oktober zu rechnen“, so Tina Stroisch. Es sei geplant, den Schulbusverkehr zum Lessing-Gymnasium und die Zufahrt zu Penny und Kaufland während der gesamten Baumaßnahme aufrecht zu erhalten.

Im April will die Landestalsperrenverwaltung mit dem letzten Bauabschnitt an der Flutmulde beginnen. Dann wird der Bau der Hochwasserschutzmauern zwischen Bahnhofstraße und Steigerhausplatz in Angriff genommen. Zuvor müssen die Stadtwerke Döbeln ihre Versorgungsleitungen in einem Düker unter der Mulde verlegen. Die jetzt vorhandene Medienbrücke über den Flutgraben hat dann ausgedient.

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