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Straße nach Decin erneut gesperrt

Bewegungsmessgeräte an einem Felsmassiv in Hrensko lösten gestern einen Fehlalarm aus.

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Von Hartmut Landgraf

Erneut war gestern die Landstraße Schmilka/Decin in Hrensko stundenlang gesperrt. Grund: Ein Bewegungssensor, der an den absturzgefährdeten Felsen unweit der ersten Tankstelle auf tschechischer Seite angebracht ist, löste einen Alarm aus. Das elektronische Sicherheitssystem funktionierte, Dienstagabend gegen 23 Uhr zeigten die beiden Ampeln an der gefährdeten Stelle Rot. Kurz darauf riegelte die Polizei die Straße komplett ab. Sie blieb auch am gestrigen Tag bis etwa 15.30 Uhr gesperrt.

Allerdings erwies sich die Systemwarnung nach näheren Untersuchungen als Fehlalarm. Im Auftrag der böhmischen Nationalparkverwaltung untersuchte gestern Nachmittag ein Geologe den Fels und das Messgerät – fand aber keinen Hinweis auf eine akute Gefahr. „Wahrscheinlich ist durch das Tauwetter ein Stück Eis auf den Messfühler gefallen“, vermutete gestern Nationalparksprecher Tomas Salov.

Nationalpark beobachtet Fels

Gleichwohl hat die Behörde den betreffenden Fels peinlich genau im Visier, denn ein Riss zwischen dem Massiv und einem zirka 90 Kubikmeter großen Block ist in den vergangenen Wochen 1,5 Millimeter breiter geworden. „Von dem Felsen werden wir noch hören“, prognostiziert Salov. Zugleich äußerte er sich aber zufrieden über die Funktionstüchtigkeit der Messgeräte. Das System habe prompt reagiert – „nicht nur die Technik, sondern auch die Menschen“. Am späten Nachmittag konnte die Straße vorläufig wieder für den Autoverkehr freigegeben werden.