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Straße und Brücke werden repariert

290 000 Euro kann die Stadt dieses Jahr für den Bau an Straßen ausgeben. Das schränkt die Möglichkeiten ein.

Von Romy Kühr

Die Zittauer Straße in Neugersdorf soll noch in diesem Jahr eine neue Decke bekommen. Viel mehr große Bauvorhaben an Straßen wird es in Ebersbach-Neugersdorf nicht geben. Dazu fehlt es am Geld. Immerhin hat die Stadt 110 Kilometer Straßen in ihrer Trägerschaft, die sie in Schuss halten muss.

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An der Brücke Blaues Wunder in Ebersbach muss der Korrosionsschutz erneuert werden.
An der Brücke Blaues Wunder in Ebersbach muss der Korrosionsschutz erneuert werden.

In diesem Jahr stehen im städtischen Haushalt 290 000 Euro für den Straßenbau zur Verfügung, berichtete jetzt Bauamtsleiter Matthias Lachmann. Von diesem Geld muss die Stadt aber nicht nur Straßen instand setzen, sondern auch Brücken und Bachmauern. „Diese Summe müssen wir so effektiv wie möglich einsetzen.“ Das heißt, die Stadt muss nach Förderprogrammen Ausschau halten, um mehr aus diesem Geld zu machen.

So wie im Fall der Zittauer Straße. Die Deckenerneuerung ist nur mit Zuschüssen möglich, sagt Lachmann. Ohne Fördergeld könnte sich die Stadt das momentan nicht leisten. Auch nicht allein stemmen könnte sie die Reparatur der Brücke an der Spreedorfer Straße, im Volksmund Blaues Wunder genannt. Das markante Bauwerk rostet. Als das vor einigen Wochen bekannt wurde, war das ein großer Aufreger, auch unter den Stadtratsmitgliedern. Denn erst vor 17 Jahren wurde die Brücke über die Bahnschienen gebaut. 600 000 Euro soll nun die Reparatur kosten. Doch es gibt sogar ein Förderprogramm, das Korrosionsschutz unterstützt. Das will die Stadt in Anspruch nehmen. Erneuert werden soll der Lack erst im nächsten Jahr. Für 2014 ist die Planung des Vorhabens vorgesehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Brücke Ärger macht. Schon als die Beschichtung damals aufgetragen wurde, erlebten Anwohner sprichwörtlich ein blaues Wunder. An diesem Tag herrschte starker Wind und die Farbe, die als Rostschutz für die Brückenkonstruktion gedacht war, landete auch auf geparkten Autos. Das berichtet eine Anwohnerin, die damals an der Reichsstraße unweit der Brücke wohnte. Ihre Familie hatte selbst Schäden am Auto. Schadensersatz bekamen sie und andere Geschädigte nicht. Der ausführende Betrieb war ein italienischer Subunternehmer des Brückenbauers gewesen. Deshalb haftete die Baufirma nicht für den Schaden.