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Straßenbau in Särka und Lauske

Fahrbahn, Entwässerung, Gehwege, Stützmauern – alles wird erneuert. Bevor es losgeht, ist aber noch einiges zu klären.

© Grafik: SZ

Von Kerstin Fiedler

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Ein großes Glück sei es für Särka und Lauske, dass es eine 100-prozentige Förderung für die Beseitigung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 gibt. Damals waren das Kotitzer und das Särkaer Wasser über die Ufer getreten und in rasender Geschwindigkeit durch die Orte gerauscht, das Niederschlagswasser von den Feldern war durch nichts zu halten. Anderthalb Jahre später wurden jetzt die Planungen für die Sanierung der Kreisstraßen durch die beiden Orte durch das Straßen- und Tiefbauamt des Landkreises Bautzen vorgestellt. Die Informationsveranstaltung in Särka war sehr gut besucht. Im Anschluss gab es bereits die Verträge, mit denen der Kreis den Kauf von Flächen mit den Eigentümern entlang der Straßen besiegeln möchte. Die SZ stellt erste Schwerpunkte der Sanierung vor.

Särka: Straße im Ort wird fünf Meter breit

Begonnen wird mit einer einfachen Straßenerneuerung zwischen dem Abzweig an der Staatsstraße nach Löbau/Kotitz und dem Ortseingang Särka. Unebenheiten könnten ohne großen Aufwand beseitigt werden. Der Kreuzungsbereich auf die Staatsstraße wird nicht verändert, wie es mehrere Bürger anregten. Grund sei, dass für Kreis- und Staatsstraßen unterschiedliche Ämter zuständig sind. Die Straße durch den Ort wird etwa 65 Zentimeter tief ausgekoffert, bevor dann grundlegend die Entwässerung, die Randbereiche, auch der Feuerlöschteich betrachtet werden.

Die neue Straße wird durchschnittlich fünf Meter breit sein und die Höhe der alten Straße bekommen, so dass es bei den Grundstückseinfahrten keine größeren Probleme gibt. Ab dem Gewächshaus wird es links einen Gehweg geben bis zum Containerstandplatz. Danach wird ein neuer, größerer Durchlass gebaut. Der Gehweg ist 1,20 Meter breit und hat ein Gefälle in Richtung Straße, so dass das Wasser besser ablaufen kann. Die Bushaltestelle wird am alten Standort neu angelegt . Der Bus erhält einen ordentlichen Stellplatz, ein Buswartehäuschen wird gebaut.

Die Bordhöhe der Straße soll zwölf Zentimeter betragen, aber an vielen Stellen auf drei Zentimeter abgesenkt werden, damit Fahrzeuge, die sich begegnen, die Borde überfahren können. Dafür bekommen die Borde stärkeres Pflaster. Das Oberflächenwasser von den Grundstücken und der Straße wird in den neuen Regenwasserkanal geleitet.

Lauske: Viele Stützmauern sollen die Grundstücke sichern

Baubeginn wird hier aus Richtung Kotitz sein, wo in der ersten Kurve, in der es rechts nach Rodewitz geht, der Innenbogen erweitert und eine Stützmauer gebaut werden. Die alte Kastanie gegenüber soll möglichst gefällt werden. Im Verlauf des Dorfes wird es mehrere Stützmauern geben, für die in der nächsten Zeit noch Baugrunduntersuchungen anstehen. Ein Knackpunkt wird der Knoten sein, bei dem es zum Dorfteich geht. Hier wird die Einmündung neu gestaltet, das Grundstück, das überflutet war, soll eine andere Zufahrt erhalten. Der Gehweg wird abgesenkt, damit das flutende Wasser in den Teich fließen kann. Hier ist noch zu klären, ob das leer stehende Haus abgerissen werden kann. Auch in Lauske wird es Gehwege geben. Die Bogenbrücke wird nach historischem Vorbild saniert. Die Straße aus Richtung Särka hat ein starkes Gefälle, das nicht verändert werden kann. Es wird einen Straßengraben, einen Durchlass und einen Gestaltungswall geben, damit das Wasser von den landwirtschaftlichen Flächen abgefangen werden kann. Bergab wird es Ausweichstellen geben, die jeweils 30 Meter lang sind.

Baubeginn: Bis es losgeht, dauert es mindestens noch ein Jahr

Die Arbeiten werden frühestens im Frühjahr 2016 beginnen können. Zunächst müssen die Verträge zwischen Grundstückseigentümern und Kreis unterzeichnet sein, bei denen Land angekauft wird. Bis Juni sollen Fördermittel beantragt werden. Nachdem feststeht, welche Baufirmen arbeiten werden, soll es eine weitere Einwohnerversammlung geben. Eine Befahrbarkeit der Dörfer soll eingeschränkt ermöglicht werden.

Kosten: Bürger zahlen höchstens für Straßenbeleuchtung und Einfahrten

Die Bürger werden an dieser Sanierung finanziell fast nicht beteiligt, weil die Arbeiten zu 100 Prozent gefördert werden. Höchstens, wenn die Stadt Weißenberg in Absprache mit der Enso auch gleich die Straßenbeleuchtung erneuern kann. Oder wenn die Bewohner erweiterte Wünsche bei den Zufahrten haben.

Persönliche Gespräche zu den Vereinbarungen gibt es am 17. und 24. Februar, 15 bis 20 Uhr im Rathaus.

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