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Straßenbau darf keine Existenz vernichten

Kommentar von Kerstin Fiedler über die Einbußen bei einer Vollsperrung.

© SZ/Uwe Soeder

Da hat sich jemand mit einem Imbiss selbstständig gemacht, kommt damit gut an – vor allem auch bei durchfahrender Kundschaft – baut aus, um es den Kunden noch bequemer zu machen. Und dann muss er zwei Jahre hintereinander damit leben, dass die Bundesstraße, die an seinem Imbiss entlangführt, über Monate voll gesperrt wird. Wie soll man da noch überleben?

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Jens Harport betreibt am Ortsausgang Königswartha einen Imbiss. Seit der Vollsperrung der B 96 hat er kaum noch Gäste.

Nun gut, es wird an vielen Stellen derzeit wieder gebaut, auch unter Vollsperrung. Und ja, an diesen Strecken liegen viele Geschäfte oder Gewerbetreibende, die nun schlecht zu erreichen sind und deshalb Einbußen haben. Selbst Bäcker und Döner in Königswartha, die noch vor Beginn der Umleitung liegen, klagen über fehlende Kundschaft. Und es gibt natürlich Festlegungen und Rechtssprechungen, die klar regeln, wann Entschädigungen gezahlt werden. Wenn also alle Betroffenen etwas einfordern könnten, wäre der Straßenbau um Unsummen teurer, logisch. Aber sollte es nicht auch Einzelfallprüfungen geben können? Kann das Lasuv dem Imbissbetreiber nicht wenigstens Hoffnung machen, dass diese Möglichkeit geprüft wird, wo sie doch im sächsischen Straßengesetz verankert ist? Oder ist eine einzelne Existenz im Gegenzug zu Millionensummen im Straßenbau überhaupt nichts wert?

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