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Straße zur Schiebock-Passage bald ohne Schlaglöcher

Jahrelang wurde um die Reparatur in Bischofswerdas größtem Wohngebiet gerungen. Nun soll alles ganz schnell gehen.

Ein Schild an der Zufahrt zur Schiebock-Passage und zum Wohnblock gegenüber weist seit Jahren auf die Straßenschäden hin.
Ein Schild an der Zufahrt zur Schiebock-Passage und zum Wohnblock gegenüber weist seit Jahren auf die Straßenschäden hin. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Die Stichstraße zwischen dem Einkaufszentrum Schiebock-Passage und dem gegenüber liegenden Wohnblock an der Ernst-Thälmann-Straße in Bischofswerda Süd wird noch in diesem Jahr repariert. Auf einer Länge von 95 Metern sollen der Fahrbahnbelag, die Parkplätze für die Bewohner und der Fußweg vor dem Wohnhaus erneuert werden. Gebaut wird in der Zeit vom 5. Oktober bis zum 7. November. 

Die Stadt und ihre Wohnungsgesellschaft teilen sich die Kosten. Der neue Asphalt auf der Fahrbahn und auf dem Fußweg wird von der Stadt finanziert. Die Kosten für die Pkw-Stellplätze trägt die Wohnungswirtschaft und Baugesellschaft (WuB), der auch der Wohnblock gehört. Federführend für die Baumaßnahme ist das Bauamt der Stadt.  

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Nur 3.000 Euro trennen die beiden besten Bieter

Der Stadtratsauschuss für Technik und Wirtschaft (ATW)  vergab jetzt den Bauauftrag an die Firma Strabag aus Bautzen. Sie will für knapp 99.000 Euro bauen. Es gab zwei Mitbewerber, darunter das Unternehmen Bistra Bau aus Putzkau. Dessen Angebot lag mit knapp 102.000 Euro nur 3.000 Euro über dem der Bautzener Firma. Das von der Stadt mit der Planung beauftrage Ingenieurbüro Spiller hatte zuvor die Baukosten auf 117.000 Euro geschätzt. 

Die Entscheidung im ATW für das Bautzener Unternehmen fiel bei einer Enthaltung. Sie kam von Erhard Döring (CDU). Er hätte sich gewünscht, dass ein Unternehmen aus der Stadt beziehungsweise deren unmittelbaren Umgebung den Zuschlag erhält, sagte er gegenüber Sächsische.de. Er könne aber auch verstehen, dass die Stadt an das Vergabegesetz gebunden ist. 

Bistra-Bau-Geschäftsführer Hartmut Horn, der als Stadtrat dem Ausschuss angehört, hatte sich für befangen erklärt und folglich weder an der Diskussion noch an der Abstimmung teilgenommen. 

Strabag Bautzen arbeitet bereits in Bischofswerda

Die Leistungen wurden in zwei Losen ausgeschrieben, deren Ergebnisse addiert wurden. Beim Straßen- und Fußwegbau - er macht reichlich zwei Drittel der Gesamtkosten aus - hatten die Putzkauer mit 68.670 Euro das mit Abstand beste Angebot eingereicht. Beim Bau der Stellplätze lagen sie über dem Angebot des Bautzener Mitbewerbers, aber immer noch 3.000 Euro günstiger als der Drittplatzierte, die Firma Frauenrath aus Großröhrsdorf.  

Alle drei Angebote seien in rechnerischer, technischer und wirtschaftlicher Hinsicht geprüft worden, heißt es aus dem Rathaus. Die Strabag ist zurzeit bereits auf einer anderen Baustelle in Bischofswerda tätig. Sie saniert seit dem Frühjahr die Straße Am Hof und die benachbarte Wagnergasse. 

Straßenreparatur ist seit Jahren fällig

Die Straßenreparatur nahe der Schiebock-Passage steht seit Jahren auf der Agenda. Die Asphaltschicht hat etliche Schlaglöcher und Risse, die durch den Bauhof der Stadt immer wieder ausgebessert werden - zuletzt zu Beginn des Sommers. Das nährte bei Anwohnern die Befürchtung, dass auch in diesem Jahr wieder nichts geschieht.

Nun wird aber doch gebaut, wenn auch kleiner, als im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung angekündigt. Damals hieß es noch, auch auf dem parallel verlaufenden Ring Thälmannstraße 17 bis 27 werde die Straße erneuert. Das passiert in diesem Jahr nicht mehr. Trotzdem gibt es Zustimmung der Stadträte. "Man kann das Vorhaben nur begrüßen", sagte Hans-Jürgen Stöber (Die Linke). 

Durch die sanierte Straße verbessert sich nicht nur das Wohnumfeld, auch die Schiebock-Passage wird weiter aufgewertet. Nachdem vor einem Jahr der Sonderpostenmarkt Thomas Philipps einzog, gibt es wesentlich mehr Kundschaft - nicht nur aus Bischofswerda, sondern auch aus umliegenden Orten. Die Folge ist mehr Verkehr - sowohl durch Pkw als auch Lastzüge, die den Sonderpostenmarkt beliefern.  

Neue Schwarzdecke auch für Belmsdorf

Dass nicht früher gebaut werden konnte, lag nicht nur am fehlenden Geld, sondern auch an unklaren Besitzverhältnissen. Im Bauamt der Stadt war man noch unter der früheren Leitung davon ausgegangen, dass die Straße an der Schiebock-Passage nicht der Stadt, sondern der WuB und der Eigentümergesellschaft des Handelszentrums gehört. Doch die wiesen das zurück. Die Folge war ein jahrelanger Stillstand.  Erst am Jahresende 2017 korrigierte sich die Stadtverwaltung und erklärte sich für die Straße zuständig.

Außer auf dem Abschnitt der Thälmannstraße soll in diesem Jahr noch auf der Alten Belmsdorfer Straße im Stadtteil Belmsdorf die Schwarzdecke erneuert werden, sagt Rathaus-Sprecher Sascha Hache. Dort laufen bereits seit Juni Tiefbauarbeiten, um die Breitbandkabel und eine neue Wasserleitung zu verlegen. 

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