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Straßenbau in Königsbrück dauert länger

Ende November sollte der Verkehr auf der B 97 wieder ungehindert rollen. Nun gibt‘s einen neuen Termin.

Von Annett Kschieschan

Der Wetterbericht gehört immer zur Pflichtlektüre für Bauleiter. Zurzeit noch ein bisschen mehr als sonst. Es ist Dezember und Schnee und vor allem bleibenden Frost könnte den zahlreichen Baustellen im Kamenzer Land eine jähe Pause bescheren. Ein Problem vor allem für Großprojekte wie die Deckensanierung auf der B 97 in Königsbrück. Sie hätte mit Blick auf den meteorologischen Winteranfang bereits Ende November abgeschlossen sein sollen. So hatte es das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) vor dem Start der Arbeiten Ende Oktober offiziell verkündet. Doch daraus wurde nicht. Wie das Landratsamt in Bautzen mitteilt, wurde die Baustelle verlängert – zunächst bis zum 7. Dezember. Mittlerweile steht fest: In diesem Jahr wird das Großprojekt nicht fertig. Problematisch ist die Baustelle aus mehreren Gründen. Die Bundesstraße sollte in fünf Abschnitten erneuert werden. Für jeden wurde eine eigene Umleitungsstrecke ausgewiesen. Los ging es Ende Oktober an der Bahnhofstraße. Auf circa 150 Meter Länge wurde zunächst bis zur Kreuzung der B 97 mit der Dresdner Straße gebaut. Es folgte der knapp einen Kilometer lange Abschnitt bis zur Kamenzer Straße, bevor die Baustelle in Richtung Weißbacher Straße weiterrückte. Das Landratsamt weist ausdrücklich auf die schwierige, weil mehrfach wechselnde Verkehrsführung hin. Problematisch ist sie nicht zuletzt deshalb, weil eine weitere Baustelle – nämlich die an der B 97 in Bernsdorf – per Umleitung dafür gesorgt hat, dass noch mehr Verkehr durch Königsbrück rollt. Hinzu kam zuletzt eine bautechnische Hürde. „Auf der Rampe zur Staatsstraße S 100 war der vorhandene Oberbau unerwartet dünn, sodass in diesem Bereich zusätzliche vorher nicht kalkulierbare Leistungen notwendig waren. Dadurch entstanden Verzögerungen im Bauablauf. Die kühlen Temperaturen in den letzten Tagen haben dann noch dazu geführt, dass kein Asphalt eingebaut werden konnte“, sagt Peter Welp vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das die rund 547 000 Euro teure Sanierung koordiniert. Um die gewünschte Qualität gewährleisten zu können, habe das Bauunternehmen vorgeschlagen, die Ausführung „bei Zusicherung der Kostenneutralität“ auf 2014 zu verschieben. Das Landesamt hat zugestimmt. Seit gestern nun ruht die Königsbrücker Groß-Baustelle vorerst.

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Doppelte Verzögerung im Heideland

Bereits seit Wochen steht fest, dass auch das zweite große Straßenbauprojekt im Heideland dieses Jahr nicht mehr fertig wird. Gemeint ist die Sanierung der B 97 im Königsbrücker Nachbarort Laußnitz (die SZ berichtete).Auch hier hatte sich herausgestellt, dass der Zustand der Straße schlechter war, als von den Fachleuten zu Beginn vermutet. So war man hier zunächst wie in Königsbrück davon aus gegangen, dass lediglich die Binder- und Deckschicht erneuert werden muss. Im Zuge der Tiefbauarbeiten für die geplante Regenwasserleitung stellte man aber fest, dass der Asphalt-Oberbau schwächer war als angenommen. Außerdem wurden darunter weitere Pflasterschichten entdeckt.

Nun wird die B 97 in Laußnitz grundhaft erneuert. Das braucht Zeit. Die Baustelle mitten im Ort wird deshalb im Winter pausieren und im Frühjahr 2014 zu Ende gebracht. Während der Winterpause werde natürlich die durchgängige Befahrbarkeit der Bundesstraße wiederhergestellt, hatte das Landesamt bereits Anfang November versichert. Kosten sollte die Sanierung der B 97 in Laußnitz rund eine viertel Million Euro. Das war zumindest der Plan vor der Entdeckung des schwierigen Baugrunds.