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Straßenbau in Milkel beginnt

Bis zum Herbst müssen die Anwohner mit Einschränkungen leben. Gebaut wird nicht nur die Abwasserkanalisation.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Milkel. Markus Schmarander bereitet alles für den scharfen Start der Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Milkel vor. Der Containerstellplatz direkt gegenüber von der Bäckerei Wagner verwandelt sich seit einigen Tagen in einen Lagerplatz für die Baustelleneinrichtung. Hier werden nicht nur die Baumaschinen abgestellt, sondern auch Material für die Grundwasserabsenkung. Damit beim Straßenbau nichts schieflaufen kann, muss das Grundwasser abgesaugt und in den nächstgelegenen Vorfluter geleitet werden. Dazu werden sogenannte Lanzen benötigt, die Markus Schmarander von der Baufirma Stadt- und Landbau Bautzen (SLB) zusammenschrauben muss.

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Die Ortsdurchfahrt von Milkel ist seit Montag zwischen der Gaststätte und der Bäckerei Wagner gesperrt. Und das für längere Zeit. Geplant ist, dass die Straße bis zum Einbruch des nächsten Winters grundhaft ausgebaut wird. Wichtigster Grund für die Straßenbaumaßnahme ist zunächst der Anschluss von 30 Grundstücken an die Abwasserkanalisation. Deshalb fungiert der Abwasserzweckverband „Kleine Spree“ als Bauherr.

Keine Fußwege geplant

Da die Straße jedoch in einem sehr schlechten Zustand ist, beteiligen sich auch der Landkreis und die Kreiswerke an dem Vorhaben. Das heißt, es erfolgt ein grundhafter Ausbau, bei dem neben der Abwasserkanalisation auch neue Rohre für die Trinkwasserversorgung verlegt werden. Beim Ausbau der Straße sollen keine Fußwege angelegt werden. Das gibt die Straßenbreite einfach nicht her. Auch eine Straßenbeleuchtung soll nicht installiert werden. Aber im Zuge des Straßenausbaus wird auch die Brücke über das Bächlein Lomschanke erneuert.

Die Anwohner können, so Andreas Skomudek, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes, ihre Grundstücke während der Bauarbeiten fast durchgehend erreichen. Nur an zwei oder drei Tagen könnte es sein, dass die Grundstücke gar nicht mit dem Auto zu erreichen sind. Im Vorfeld habe es aber drei Versammlungen mit den Einwohnern gegeben, sodass diese informiert sind, an wen sie sich bei Problemen wenden können. Kleinere Fahrzeuge können die Baustelle innerorts auf Nebenstraßen umfahren. Lkw werden über die Bundesstraße 156 umgeleitet. Eine Vollsperrung sei bei einer so umfangreichen Baumaßnahme unumgänglich gewesen, sagt Andreas Skomudek. – Busse fahren über Lippitsch nach Wessel. Die Einwohner von Teicha müssen deshalb etwas weitere Wege in Kauf nehmen, um zur Haltestelle zwischen Teicha und Wessel zu gelangen. Dort wird auch eine Ausweich-Wendestelle für die Busse angelegt. Dafür können sich die Teichaer bereits darauf einstellen, dass nächstes Jahr die Straßen-Bauarbeiten durch ihren Ort fortgeführt werden. Dann sollen sie wahrscheinlich auch das lange gewünschte Buswartehäuschen erhalten. In Teicha wird allerdings keine Abwasserkanalisation gebaut. Hier erfolgt nur der Neubau der Straßenentwässerung und der grundhafte Ausbau der Fahrbahn.

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Für den Bau der Abwasserkanalisation in Milkel konnte eine zehnprozentige Förderung in Anspruch genommen werden. Geplant wurde der Abwasserbau durch die Firma Prowa aus Dresden. Mit den Planungen für den Abwasserbau wurde bereits vor drei Jahren, mit denen für den Straßenbau vor zwei Jahren begonnen. Insgesamt wird der Straßenausbau in Milkel rund eine Million Euro kosten.