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Straßenbau legt Verkehr in Burk lahm

Der Freistaat lässt einen Teil der B 156 erneuern. Autofahrer müssen sich deshalb bis Ende August in Geduld üben.

Von Sebastian Kositz

Dicht an dicht quälen sich derzeit die Fahrzeuge durch Burk. Auf der Durchfahrtsstraße in der Bautzener Ortschaft müht sich die Blechlawine auf beiden Seiten der Fahrbahn im Schleichtempo. In Richtung Bautzen staut sich der Verkehr von der Ampel an der Aral-Tankstelle an der Kreckwitzer Straße zurück. Umgekehrt müssen sich nördlich von Burk vor allem die Linksabbieger an der Kreuzung zur B 156 nach Weißwasser in Geduld üben – und sorgen so für eine lange Schlange.

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Eine Situation, die sich so schnell nicht entspannen wird. Der Grund für das Verkehrschaos im Bautzener Nordosten sind die aktuellen Bauarbeiten an der B 156 zwischen Burk und der Kreckwitzer Straße. In drei aufeinanderfolgenden Abschnitten will das zuständige Landesstraßenbauamt bis Ende August die marode Fahrbahn der Umfahrung auf Vordermann bringen lassen. Das geht nicht ohne Vollsperrung. Die Fahrzeuge werden stattdessen durch Burk und Gesundbrunnen und die Thomas-Müntzer-Straße umgeleitet (siehe Grafik). Der Stau auf der Umleitungsstrecke durchs Stadtgebiet ist somit programmiert.

Seit Montag sind die Bauleute dran, den Kreuzungsbereich an der Kreckwitzer Straße zu erneuern. Mehr als eine Handbreit der Asphaltschicht haben die Arbeiter bereits heruntergefräst. Im Anschluss wird eine neue Fahrbahndecke aufgetragen. Voraussichtlich bis Ende der kommenden Woche werden die Bauarbeiter damit beschäftigt sein. Bis dahin bleibt nicht nur die B 156 im Baustellenbereich gesperrt, auch die Zufahrten von der Kreckwitzer Straße und der Niederkainaer Straße enden kurz vor der Kreuzung in einer Sackgasse.

Ab Ende Juni werden sich die Arbeiter dem zweiten Bauabschnitt zuwenden. Der zieht sich von der Kreckwitzer Straße bis zur Autobahnanschlussstelle Bautzen-Ost hinauf. Das Teilstück bleibt für einen Monat ebenfalls voll gesperrt, auch die Auf- und Abfahrt an der A 4 in Richtung Görlitz bleiben in dieser Zeit dicht. Die Fahrbahnen dort werden laut Straßenbauamt bei dieser Gelegenheit gleich miterneuert.

Der dritte Abschnitt zwischen der A4-Anschlussstelle und der Kreuzung mit der Burker Straße folgt schließlich im August. Dann werden auch die Zu- und Abfahrt der A 4 auf der Seite in Richtung Dresden mit angepackt. Die bleiben deshalb ebenso komplett gesperrt wie die Bundesstraße selbst. Zudem wird die Fahrbahn auf einem Teil der Burker Kreuzung erneuert.

Wie die Umleitungen während der Arbeiten am zweiten und dritten Abschnitt verlaufen werden, dazu machte das Straßenbauamt noch keine Angaben. Während der Sperrung der Auf- und Abfahrt in Bautzen-Ost empfiehlt die Behörde den Autofahrern, in Bautzen-West aufzufahren beziehungsweise dort die A 4 zu verlassen.

Grund für die Bauarbeiten auf der B 156 sind erhebliche Schäden in der Fahrbahn. Vor allem die vergangenen Winter haben der Umgehungsstraße arg zugesetzt. Neben großen Rissen finden sich im Asphalt auch deutliche Spurrinnen. Die Erneuerung der Fahrbahndecke auf den mehr als einem Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße und an den Autobahnauf- und -abfahrten kosten nach Angaben des Landesstraßenbauamtes insgesamt etwas mehr als 700 000 Euro. Die nötigen finanziellen Mittel stellt das Bundesverkehrsministerium in Berlin zur Verfügung.