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Straßenkunst im Berliner Tunnel

In der Großenhainer Gleis-Unterführung wurde seit Ferienbeginn ein Graffiti-Projekt umgesetzt. Es ist das derzeit Größte in ganz Sachsen.

Der Berliner Tunnel zeigt sich in neuem bildreichem Gewand, gestaltet durch Jugendliche unter der Leitung von Sebastian Bieler beim Großenhainer Jugendsommer. Pierre Bunzel aus Großenhain zeigt sich hier mit „seinem“ kleinen Wolf.
Der Berliner Tunnel zeigt sich in neuem bildreichem Gewand, gestaltet durch Jugendliche unter der Leitung von Sebastian Bieler beim Großenhainer Jugendsommer. Pierre Bunzel aus Großenhain zeigt sich hier mit „seinem“ kleinen Wolf. © Kristin Richter

Großenhain. Viele der teilnehmenden jungen Leute haben es als Befreiung empfunden: Raus aus der Corona-Isolation – endlich wieder etwas mit Altersgenossen zusammen veranstalten. Vier Wochen lang malten und sprühten junge Leute ab zwölf Jahre am Graffiti-Projekt „Unsere Welt“.

Insgesamt wurden 300 Quadratmeter Tunnelwand neu gestaltet. Kahl waren die Wände nicht, denn Großenhains Straßenkunstszene hatte sich die Fußgängerunterführung vor zehn Jahren schon einmal vorgenommen. Allerdings waren die Farben mittlerweile verblasst, und außerdem hatten sich ein paar Schmierfinken an den kleinen Kunstwerken zu schaffen gemacht.

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Von links: Eric, Justin und Lena waren als Betreuer mit dabei, Justin malte außerdem die Diana (rechts).
Von links: Eric, Justin und Lena waren als Betreuer mit dabei, Justin malte außerdem die Diana (rechts). © Kristin Richter
Es sind zahlreiche beeindruckende Bilder entstanden, die bei der Tunneldurchfahrt ins Auge fallen.
Es sind zahlreiche beeindruckende Bilder entstanden, die bei der Tunneldurchfahrt ins Auge fallen. © Kristin Richter
Bei den einzelnen Motiven und Techniken lässt sich viel Talent der „Macher“ erkennen.
Bei den einzelnen Motiven und Techniken lässt sich viel Talent der „Macher“ erkennen. © Kristin Richter

Ein meterlanger Drache

Deshalb musste zunächst neu grundiert werden, bevor die Teilnehmer ihre Ideen umsetzen konnten. Ein Teil der Motive, die vor zehn Jahren gemalt wurden, sollte wieder aufgenommen werden: die bunte Stadt, die Großenhainer Geschichte, auch etwas zum Thema Feuerwehr.

Heraus kam auf den Mauern ein Ideenmix aus historischen Motiven und Zukunftsvisionen, garniert mit Märchen- und Fantasiegestalten. Ein meterlanger Drache dominiert die Nordseite, flankiert von Jagdgöttin Diana, der charakteristischen Großenhainer Brunnenfigur. Auf der Südseite ist ein futuristisches Stadtbild zu erkennen, dazu gibt es Roboter und ein fliegendes Haus. Dazwischen Tier- und Sportmotive, Fantasiefiguren, Schriftzüge und grafische Elemente.

90 Leute beteiligt

Der Großenhainer Maler und Grafiker Sebastian Bieler hatte mehrere Teams zusammengestellt, was sich auch in der Vielfalt der Elemente und Figuren widerspiegelt. Insgesamt beteiligten sich etwa 90 junge Leute am Tunnelprojekt. „Einige von ihnen werden jeden Tag auf dem Schulweg an ihren Werken vorbeikommen“, weiß Initiator Raimo Siegert von der mobilen Jugendarbeit.

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