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Streetworker hält Kontakt mit Jugendlichen

Die Aufgaben des mobilen Jugendarbeiters Raimo Siegert in der Corona-Zeit heißen: organisieren, sensibilisieren, aufklären.

Raimo Siegert, hier mit Christian Stelzner , Maria und Sebastian Bieler (v.l.), ist der mobile Jugendarbeiter für Großenhain und Priestewitz.
Raimo Siegert, hier mit Christian Stelzner , Maria und Sebastian Bieler (v.l.), ist der mobile Jugendarbeiter für Großenhain und Priestewitz. ©  Kristin Richter

Großenhain. Schulen und Jugendklubs sind geschlossen. Menschen sollen Abstand voneinander halten und am besten zu Hause bleiben. Für viele Jugendliche ist diese Situation, hervorgerufen durch das Corona-Virus, schwer auszuhalten. Bei dem schönen Wetter wollen sie dennoch nach draußen, treffen sich auf den Spielplätzen. Wie kann die mobile Jugendarbeit Großenhain-Priestewitz in Person von Raimo Siegert da regulierend und auch helfend eingreifen? "Meine Arbeit lässt sich derzeit mit drei Worten beschreiben: organisieren, sensibilisieren und aufklären", sagt Raimo Siegert.

Zunächst heißt es für ihn, wie für viele andere auch, Familien- und Büroarbeit zu organisieren. Das bedeutet, einen Überblick zu verschaffen, wer braucht denn Hilfe? Büroarbeiten, die schon lange liegen geblieben sind, werden jetzt erledigt, so Tätigkeitsberichte geschrieben,  Fördermittel für die Sommerferien beantragt. "Denn es gibt ja auch eine Zeit nach dieser Krise."

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Beratungsangebote durch Raimo Siegert beschränken sich derzeit lediglich auf Online- oder telefonische Kontakte, die immer und weiterhin zur Verfügung stehen. Daneben steht der Streetworker mit dem Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit e. V., also allen Mobilen Jugendarbeitern und Streetworkern in Sachsen und weiteren Partnern der Jugendarbeit, in Verbindung. 

Gemeinsam wird überlegt, was genau man eigentlich jetzt machen und anbieten kann, und zwar in einer Situation, in der alle Schulen, Kultur- Sport- und Jugendeinrichtungen sowie Spielplätze geschlossen sind, und im Grunde niemand miteinander in Kontakt sein soll. Wie kann Soziale Arbeit bzw. Jugendarbeit jetzt aussehen? Was brauchen die jungen Menschen in dieser Situation? Welche Angebote wären jetzt notwendig und auch praktisch umsetzbar? 

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"Noch gibt es keine fertigen Konzepte, da diese Situation ganz neu ist für alle", sagt Raimo Siegert. Derzeit sei es außerdem ganz wichtig, jungen Leuten verständlich zu machen, warum dies eine Ausnahmesituation ist, warum Solidarität wichtig ist und zwischen jugendlichem Drang und Verordnungen zu vermitteln. Raimo Siegert macht aber keine Kontrollen, wie es der polizeiliche Vollzugsdienst unternehmen wird. Er will  Spielplätze und Jugendclubs besuchen, um Hinweise geben zu können.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.

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