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Strehla stellt Nixen zur Schau

Preisträger. Der Stadtrat zeichnete vier Vorschläge aus dem Wettbewerb um Nixen-Skulpturen aus.

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Von Harald Daßler

Die Nixenstadt macht ihrem Namen alle Ehre. Neben dem Nixstein und der Nixe als Repräsentanten der Stadt gibt es jetzt eine dritte Nixen-Attraktion, nämlich Nixen-Skulpturen, die im Schlossgarten und in der neuen Strehla-Information zu bewundern sind. Entstanden sind sie in einem Wettbewerb, zu dem die Stadtmarketing-Initiative aufgerufen hatte. Während der jüngsten Stadtratssitzung wurden vier Entwürfe dieses Wettbewerbs prämiert.

Stadtrat Günter Huditz, zugleich Chef der Stadtmarketinginitiative, würdigte die Ergebnisse des Wettbewerbs in zweierlei Hinsicht: „Mit den Kunstwerken, die jetzt in Strehla öffentlich zur Schau gestellt werden, zieht die Stadt hoffentlich noch mehr Touristen an und schafft zugleich eine Plattform für Künstler“.

Die vier Wettbewerbsbeiträge zeichnen sich durch ganz unterschiedliche Sichten der Künstler auf das Nixen-Thema aus. Der Riesaer Schrottkünstler Lutz Peschelt wollte die Nixe vor allem als „Beschützerin, die den Weg weist“ darstellen. Und wie er vor den versammelten Stadträten erklärte, wollte er mit seiner „Xenia“ zugleich zeigen, was aus den Materialien in unserer Wegwerfgesellschaft alles herauszuholen ist. Für Eibenholz als Material seiner Kunst entschied sich Ronny Piesche, der seine Nixe „Gertrud“ nannte. Der Bildhauer fand über den Skulpturen-Wettbewerb zugleich eine neue Heimat – er will sich in Strehla niederlassen, was Stadträte und Bürgermeister erfreut zur Kenntnis nahmen. Um eine abstrakte Darstellung ging es der Strehlaer Künstlerin und Landschaftsarchitektin Beate Hoppe. Ihre Skulptur „Nixenguck“ ist eine spielerische Einladung an die Besucher des Schlossparks, wie sie den Stadträten erläuterte. Der Clou dieses Kunstwerkes: Es wurde so im Schlosspark installiert, dass der Betrachter beim Blick durch die Öffnung die anderen Nixen skulpturen zu sehen bekommt.

Mit der Arbeitsgemeinschaft „Keramik“ vom Riesaer Werner-Heisenberg-Gymnasium hatte sich eine ganze Künstlergruppe am Wettbewerb beteiligt. Die Schüler der fünften Klassen hatten die Nixe mit ihren kindlichen Augen aus Ton geformt, wie AG-Leiterin Birgit Sternberg schilderte. Die Tonfiguren zum Thema Wasser haben ihren Platz bereits in der Strehla-Information gefunden. „Weitere könnten noch hinzukommen“, kündigte Birgit Sternberg an. Dass es in diesem Wettbewerb nur Sieger gebe, erklärte Bürgermeister Andreas Haberland (CDU) bei der Verleihung der Preise an die Wettbewerbsteilnehmer. Er verband sein Dankeschön an die Künstler mit der Hoffnung, dass die Stadt von weiteren Einfällen profitieren könne.