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Streit bei IG-Metall, Friede zwischen Stolpe und EU

TRENNEN. Der Elektronikkonzern Philips will in den nächsten Jahren jede dritte Fabrik, insgesamt 50 Standorte, schließen. Der Rekordverlust von 2002 zwinge den niederländischen Konzern dazu, sagte Vorstandsvorsitzender Gerard Kleisterlee.

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TRENNEN. Der Elektronikkonzern Philips will in den nächsten Jahren jede dritte Fabrik, insgesamt 50 Standorte, schließen. Der Rekordverlust von 2002 zwinge den niederländischen Konzern dazu, sagte Vorstandsvorsitzender Gerard Kleisterlee. Trotzdem soll keine der 16 deutschen Fabriken betroffen sein. So ist zumindest der Kenntnisstand beim Betriebsrat der Narva Speziallampen GmbH in Plauen. Außer Narva gehört Philips in Sachsen noch die Philips Semiconductors Dresden AG und die Philips Medical Systems DMC GmbH in Bautzen.

VEREINIGEN. Die umstrittene Sachsen-Finanzgruppe (SFG) wurde am Montag vertraglich besiegelt. Sechs Kreditinstitute schließen sich in ihr zusammen, zehn weitere werden am 1. April 2004 hinzu kommen. Die Sächsische Landesbank und die Sparkasse Leipzig halten mit je 27 Prozent die größten Anteile in der SFG. Die Bilanzsumme der Gruppe beträgt insgesamt 82,3 Milliarden Euro. Das erste Volksbegehren Sachsens hatte den ursprünglich geplanten Finanzverband 2001 abgelehnt.

KONFRONTATION. In der Woche vor dem Gewerkschaftstag ging es in der Personaldebatte um den Vorsitz der IG-Metall drunter und drüber. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hatte am Wochenende überraschend eine Kandidatur gegen Jürgen Peters erwogen. Ebenso überraschend und plötzlich nahm er diese Erwägungen am Dienstag zurück. Hück sah ebenso wie andere Funktionäre in Peters den Verantwortlichen für die Streikniederlage im Osten.

KOMPROMISS. Nach langem Hickhack stimmte die Europäische Union (EU) am Mittwoch dem Start der deutschen Lkw-Maut zu. Als Kompromiss gibt es vorerst keine Rückerstattung der Gebühren für deutsche Spediteure. Die EU prüft weiter, ob die Erstattung über die Mineralölsteuer ausländische Spediteure nach EU-Recht unzulässig benachteiligt. Sei dies der Fall, gebe es vielleicht eine Reduzierung der Kfz-Steuer, sagte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe in Berlin.

WACHSTUM I. Um ganze zwölf Prozent stieg der Umsatz bei PC-Ware im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres. Der Leipziger IT-Dienstleister wächst damit weiter entgegen dem Branchenstrend. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Gewinn um 32 Prozent auf 4,1 Millionen Euro. Zwar spüre auch PC-Ware die Konjunkturlage. Der Rückzug kleinerer Unternehmen aus dem Markt und langfristige Rahmenverträge sicherten jedoch die Position als nach eigenen Angaben größter deutscher Software-Lizensierer.

WACHSTUM II. Siemens erwartet für das laufende Geschäftsjahr 15 bis 20 Prozent Steigerung beim Handy-Verkauf. Dies gab das Unternehmen am Freitag in München bekannt. Siemens-Vorstandsmitglied Rudi Lamprecht ernannte zugleich Ian Moyes zum neuen Leiter der Handy-Sparte. Moyes hatte zuvor den Handy-Vertrieb für Siemens neu organisiert. Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte Siemens 33 Millionen Handys. Die Neuigkeiten ließen am Freitag den Aktienkurs des Technologiekonzernes steigen. (af)