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Streit um Containerstandplatz geht in neue Runde

Wohin mit den Glas- und Papiercontainern? Anwohner fordern dringend eine Veränderung.

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Von Jens Fritzsche

Dass die Diskussion um einen neuen Standort für die Papier- und Glascontainer an der Forststraße im Großerkmannsdorfer Wohngebiet beendet sein könnte, wollen die betroffenen Anwohner jedenfalls nicht hinnehmen. Seit einigen Monaten stehen die Container an der Einfahrt zum Wohngebiet und sorgen dort für herumfliegende Zeitungsfetzen, für Lärm und Ärger.

Deshalb hatten sich die Anwohner noch vor Weihnachten bei Großerkmannsdorfs Ortsvorsteher Harry Hauck (Freie Wähler) gemeldet und ihm verschiedene Alternativvorschläge für mögliche Standorte unterbreitet. Bisher gibt es aber keine Entscheidung, so Hauck vor wenigen Tagen zur SZ. „Die Container bleiben erstmal an der Wohngebietszufahrt stehen“, hatte er erklärt. Einen besseren Standort habe man bisher einfach noch nicht finden können. Der im Dezember ins Spiel gebrachte Standort am Ortseingang an der Radeberger Straße war schnell wieder verworfen worden, nachdem umliegende Bewohner schon während der Ortschaftsratssitzung zum Thema protestiert hatten.

Dass kein besserer Standort gefunden werden könnte, sehen die vom aktuellen Standort betroffenen Anwohner hingegen anders. Man habe mindestens zwei machbare Standorte vorgeschlagen, heißt es. Diese – und auch die Probleme mit dem derzeitigen Standort – habe man zudem in einer umfangreichen Materialsammlung im Ortsamt vorgelegt. Einer der von den Anwohnern favorisierten Standorte ist zum Beispiel die Fläche am Ortseingang aus Richtung Pirna von der Umgehungsstraße kommend, zwischen Straße und Regenrückhaltebecken. Aber dieser Platz war von einigen Ortschaftsräten bereits als zu weit von der Wohnbebauung entfernt verworfen worden. Doch genau solche Standorte funktionieren in anderen Orten, wie Wallroda und Leppersdorf, beispielsweise bestens, kontern die Anwohner. Auch ein zentraler Standort am Sommerweg könnte ihnen gefallen, heißt es. Dorthin wurden bekanntlich die bisher am Parkplatz neben dem derzeit entstehenden neuen Dorfgemeinschaftshaus stehenden umgesetzt. „Ob die dortbleiben, muss sich zeigen“, ist Ortsvorsteher Harry Hauck noch vorsichtig. Das Thema, so viel scheint jedenfalls klar, dürfte den Ortsteil wohl noch eine Weile beschäftigen.