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Döbeln

Streit um Kinder eskalierte

Ein Mann aus Döbeln soll seine Lebensgefährtin geschlagen haben. Die Kinder mussten dabei zusehen.

Der 39-Jährige muss sich nun vor Gericht verantworten.
Der 39-Jährige muss sich nun vor Gericht verantworten. ©  dpa / Symbolbild

Von Helene Krause

Döbeln. Ein Mann aus Döbeln ist wegen Körperverletzung und eines Angriffs auf die Polizei vor Gericht gelandet. Der 39-Jährige brachte am 28. Juli 2018 gegen 18.45 Uhr seine zweijährigen Zwillinge zurück nach Hause. Weil er alkoholisiert und zehn Minuten zu spät war, kam es zum Streit zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin. 

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Er soll die Frau im Beisein der Kinder geschubst und ihr mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Die Lebensgefährtin bat ihre siebenjährige Tochter, Hilfe zu holen. Daraufhin schubste der 39-Jährige die Tochter mit dem Rücken gegen eine Tür. Dann stieß er die Lebensgefährtin ins Wohnzimmer. Sie fiel zu Boden. Er schlug ihr weiter mit der Hand ins Gesicht. 

Ein Nachbar klopfte an die Tür und sagte, dass er die Polizei gerufen habe. Daraufhin schlug der Angeklagte gegen zwei Türen und rannte aus dem Haus. Draußen trat er gegen einen der eingetroffenen Polizisten. Der konnte ausweichen. Die Beamten legten dem Döbelner Handfesseln an und nahmen ihn mit aufs Revier.

Die Lebensgefährtin des Angeklagten erlitt durch die Schläge ein Hämatom. Die Tochter kam mit einem geröteten Rücken davon. An den Türen entstand ein Sachschaden von 621 Euro. Der Beschuldigte hatte zur Tatzeit rund zwei Promille Alkohol intus.

Dass er die Frau geschlagen, die Tochter geschubst und gegen die Türen geschlagen hat, gestand der Angeklagte. Er entschuldigte sich dafür. Obwohl er sich an die Geschehnisse vorm Haus nicht erinnern kann, entschuldigte er sich auch für die Taten. 

Vor Gericht stand der Angeklagte nicht das erste Mal. Fahrlässige Trunkenheit im Verkehr, vorsätzliches Fahren ohne Führerschein und Körperverletzung wurden ihm schon zur Last gelegt. Nach den Taten vom 28. Juli 2018 machte er einen Alkoholentzug. Richterin Marion Zöllner verurteilt den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung. Als Auflage muss er bis zu 100 Arbeitsstunden leisten.

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