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Streit um Weg zum Dampfer-Anlegeplatz

Der neue Besitzer des Lokals Elbblick grenzt sein Grundstück total ab. Die Dampfschifffahrt muss neue Lösungen finden.

Von Kay Haufe

Die Pillnitzer kommen nicht zur Ruhe. Nach der Einführung des Parkeintritts ist der Stadtteil mit einer weiteren Grundstücksangelegenheit beschäftigt. Auch sie betrifft wieder Hunderttausende Gäste, diesmal die Passagiere der Dampfschifffahrt. Sie können nämlich nicht mehr den bisherigen Fußweg von und zur Dampfer-Anlagestelle nutzen. Der neue Besitzer der Gaststätte Pillnitzer Elbblick hat Tore an der Abfahrt hinunter zum Dampfschiffplatz aufstellen lassen und sein Grundstück zur Elbe abgegrenzt, so die Bürgerinitiative Freier Parkzutritt (BI). Wie die schreibt, habe er 50 Cent pro Nutzer des Weges von der Dampfschifffahrt (SDF) gefordert. Das wollte aber SDF-Chefin Karin Hildebrand nicht bestätigen. „Wir sind seit einiger Zeit in Gesprächen mit Herrn Ullrich, dem Besitzer des Elbblicks. Inzwischen haben wir einen Kooperationsvertrag geschlossen“, sagt sie. Infolge der neuen Tore baue die Dampfschifffahrt nun den Treidelpfad vom Schloss zur Anlegestelle aus. Dazu warte man aber noch auf Genehmigungen. „Ein Kompromiss ist, dass wir auf dem Dampfschiffplatz wieder ein Kassenhäuschen aufstellen durften, das seit Himmelfahrt in Betrieb ist“, sagt Hildebrand. Das entspanne die Situation, weil viele Gäste nichts vom Ticketschalter im Schloss wüssten. Der neue Elbblick-Besitzer wollte sich nicht zum Thema äußern.

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