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Streit ums Pirnaer Gebetshaus

Stadträte fordern detaillierte Auskünfte zur Begegnungsstätte in Copitz. Aber das Rathaus sieht derzeit keinen Erklärungsbedarf.

2016 wurde in der früheren Schulungsstätte an der Brückmühle in Copitz das Begegnungszentrum gegründet. © Archiv/Kristin Richter

Die Reaktion der Stadt Pirna auf einen Antrag der Fraktion „Pirna kann mehr – Blaue Wende“ zur muslimischen Begegnungsstätte an der Brückmühle in Copitz hat beim Antragsteller heftige Kritik ausgelöst. Stadtrat Tim Lochner hatte das Rathaus aufgefordert, die Abgeordneten detailliert über den aktuellen Sachstand bei der Sächsischen Begegnungsstätte (SBS) zu informieren. Die Stadt selbst, der Integrationsbeauftragte sowie ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sollten die Lage schildern. „Gerade der Umstand, dass die Begegnungsstätte in unmittelbarer Nähe zu zwei Schulen liegt, besorgt die Anwohner“, sagt Lochner. Er halte daher einen offenen Umgang mit der Problematik für unausweichlich. Hintergrund für den Antrag sind vor allem Erkenntnisse des Verfassungsschutzes, dass die SBS auch von Pirna aus möglicherweise für die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestufte islamistische Muslimbruderschaft (MB) versuche, Strukturen in Sachsen aufzubauen. Pirna reagiert auf den Antrag allerdings ausweichend mit einem Gegenvorschlag. Darin heißt es, man wolle informieren, sobald ein neuer Sachstand eingetreten wäre. Derzeit gebe es keine neuen Erkenntnisse.

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