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Streitschlichter in Straßenbahn zieht Pistole

Der 67-jährige Dresdner will eine Auseinandersetzung beenden. Nun ermittelt die Polizei gegen ihn.

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolfoto)

Dresden. Keine Bahn fuhr mehr an der Schanze in Cotta, alles stand still und die Polizei musste mit einem großen Aufgebot anrücken. Auch Interventionskräfte, die vom Äußeren her einem Spezialeinsatzkommando ähneln, waren vor Ort. Anlass war, dass ein Bewaffneter in einer Straßenbahn der Linie 2 entdeckt wurde.

Eigentlich wollte der 67-Jährige nichts Böses. Er fuhr kurz nach 17 Uhr mit drei zehn und 12 Jahre alten Kindern in einer Bahn der Linie 2 Richtung Innenstadt. Als sie in Höhe der Haltestelle Chamissostraße war, beleidigten drei junge Männer die Kinder. Sie störten sich unter anderem daran, dass sie keinen Mundschutz trugen. Dann gingen die Männer, die einen Hund bei sich hatten, auf die Kinder zu. Der 67-Jährige und zwei Zeugen stellten sich dazwischen. Einer der Männer attackierte daraufhin den Mann. Da griff er zu seiner Pistole. Die Bahn hielt nahe der Kreuzung Pennricher Straße/Rudolf-Renner-Straße an, das Trio stieg aus.

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Die Polizei suchte in der Umgebung nach den Verdächtigen, fand sie aber nicht. Die Waffe, die der 67-Jährige bei sich trug, war eine Schreckschusspistole. Äußerlich glich sie einem Trommelrevolver, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann hatte einen Waffenschein. Er ist aber offenbar zu weit gegangen, als er die Schreckschusspistole in der Straßenbahn zog.

Der Straßenbahnverkehr an der Ecke Pennricher Straße/Rudolf-Renner-Straße ruhte etwa 50 Minuten lang. Die Linie 2 wurde vorübergehend zwischen dem Amalie-Dietrich-Platz und der Cottaer Straße umgeleitet. Sie fuhr über die Koblenzer Straße und die Tharandter Straße. (SZ/csp)

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