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Corona-Einmaleins für die Kitas

Ab Montag dürfen die Kindertagesstätten im Landkreis wieder für alle öffnen. Welche Regeln dabei gelten - am Beispiel von Bannewitz.

Auch auf den Kita-Spielpätzen gelten Hygieneregeln. So sollen die Gruppen nur einzeln draußen spielen dürfen.
Auch auf den Kita-Spielpätzen gelten Hygieneregeln. So sollen die Gruppen nur einzeln draußen spielen dürfen. © Marion Doering

Was müssen Eltern, Kinder und Erzieher ab Montag bei der Betreuung der Kindergartenkinder beachten? Die entsprechende Allgemeinverfügung des Freistaats Sachsen tritt am 18. Mai in Kraft und gilt vorerst bis zum 5. Juni.

In der Kita Kirschallee in Bannewitz, sowie in allen anderen Kindertagesstätten in Sachsen, dürfen ab Montag alle Kinder wieder in den Kindergarten. Doch die vielen Hygienevorschriften stellen die Leiter vor besondere Herausforderungen. Juliane Haufe vom Kita-Betreiber Thüringer Sozial-Akademie sagt gegenüber Sächsische.de: "Die Fragen, wie wir die Bestimmungen umsetzen, beschäftigen uns noch. Deshalb können wir derzeit nicht genau sagen, wie der Tagesablauf in der Kita Kirschallee aussehen wird." Bis spätestens Freitag sollen aber alle Eltern der Einrichtung informiert werden, betont die Kita-Leiterin.

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Nach Aussage von Heiko Wersig, Fachbereichsleiter Hauptverwaltung der Gemeinde Bannewitz, werden die kommunalen Kindergärten ab Montag verkürzt zwischen 7 und 16 Uhr öffnen. Zudem seien Bring- und Abholzonen eingerichtet worden, um zu vermeiden, dass viele Menschen aufeinander treffen. Eltern müssen eine  Mund-Nasen-Bedeckung tragen und täglich eine Gesundheitsbescheinigung unterschreiben, in welcher sie versichern, dass alle Mitglieder, die im Haushalt leben, gesund sind.

Welche genauen Regeln gelten ab Montag?

Die Corona-Hygieneregeln sind durch die sächsische Allgemeinverfügung vorgegeben. Darin wird auch bestimmt, dass die Kindergartengruppen stets vom selben Personal zu betreuen seien. Offene oder teiloffene Betreuungskonzepte sind demnach unzulässig und dürfen nicht umgesetzt werden. Zudem müsse sichergestellt werden, dass sich die Gruppen untereinander nicht mischen und auch die Erzieher nur in ihrer Kindergruppe arbeiten dürfen, ohne Wechsel. Auch die Räume, in denen sich die Kinder aufhalten, müssen immer dieselben sein. So darf ein extra Spielzimmer, welches vor der Corona-Krise allen Kindern zum Spielen offen stand, nun nicht mehr - oder nur von einer Gruppe - genutzt werden.

Weiterhin geht aus der Allgemeinverfügung hervor, dass ein tägliches Infektionsketten-Kontaktprotokoll zu führen ist. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung der betreuten Gruppen, die betreuenden Erzieher und der Kontakt zu anderem Personal der Einrichtung darauf zu vermerken sind.

Die Eltern sind verpflichtet, täglich vor dem Betreten der Betreuungseinrichtung schriftlich zu erklären, dass sowohl ihr Kind als auch weitere Mitglieder des Hausstandes keine der bekannten Symptome einer Sars-Cov-2-Infektion, insbesondere Husten, Fieber, Halsschmerzen, aufweisen. Hierfür muss das Formular mit dem Namen „Gesundheitsbestätigung“ vom Vater oder der Mutter täglich unterschrieben werden. Fehlt diese Erklärung, wird das Kinder an diesem Tag nicht in Betreuung genommen.

Neben dieser Vorschriften muss die Einrichtungsleitung sicherstellen, dass sich nur eine begrenzte Anzahl an sogenannten einrichtungsfremden Personen, die ein Kind bringen oder abholen, auf dem Gelände der Einrichtung aufhalten. Dafür sei es nötig, dass separate Bring- und Abholbereiche eingerichtet werden. Dort muss der Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Was ändert sich für die Kinder?

Einige Kindergärten dürfen nicht mehr von den Eltern betreten werden. Das Kind wird an der verschlossenen Haustür abgegeben und abgeholt. Dabei tragen die Mütter und Väter einen Mundschutz. Spielzeug von zu Hause darf nicht mehr mit in den Kindergarten genommen werden. Somit entfallen bis auf Weiteres die Spielzeugtage. Ein Kuscheltier pro Kind ist aber erlaubt. Dieses muss allerdings dann im Kindergarten verbleiben. Teilweise finden die Mädchen und Jungen beim Essen am Tisch einen leeren Stuhl neben sich. So soll der Abstand zwischen den Kinder gewahrt werden. Einige Kitas haben auch die Obstpause für alle streichen müssen. Obst und Gemüse muss nun von den Eltern mitgegeben werden, so wie im Kinderland Bannewitz.

Alle Träger wollen die Eltern zeitnah schriftlich über die jeweilige Umsetzung der Allgemeinverfügung informieren. Die Gemeinde Bannewitz hat diese Briefe bereits an die Eltern verschickt. Wie Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) mitteilt, werden für Kinder, die ab dem 18. Mai wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen, für Mai keine Elternbeiträge abgebucht, sondern erst ab Juni wieder. Für Kinder in der Notbetreuung werden die Beiträge aber, wie zuletzt bekannt gegeben, eingezogen. Zudem werden Kinder vorerst nur neun Stunden maximal betreut. Verträge, die auf zehn Stunden angelegt sind, würden angepasst, erklärt der Bürgermeister.

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