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Strocken feiert 800. Geburtstag

Bei drei Frauen laufen die Fäden zur Festvorbereitung zusammen. Sie haben neben schlaflosen Nächten auch jede Menge Spaß.

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Von Sylvia Mende

Die Aufregung ist den drei Frauen schon ein wenig anzumerken. Sie haben den Hut für das große Fest in Strocken auf, das heute gefeiert wird. Immerhin wollen etwa 150 Gäste den 800. Jahrestag der Ersterwähnung des Dorfes feiern. Ein großes Programm oder ein Festumzug ist nicht geplant. Wichtig ist den Organisatoren und auch den Gästen, dass man sich endlich einmal wiedersieht und ins Gespräch kommt. Auch ehemalige Strockener wollen beim Fest dabei sein.

Die Scheune, die Familie Greulich zur Verfügung gestellt hat, sah gestern noch leer aus. Doch das änderte sich schnell. Gemeindemitarbeiter brachten die Biertischgarnituren, die Hüpfburg wurde angeliefert und auch der Mann, der die Technik übernimmt, kam zu letzten Absprachen vorbei. „Es ist einfach toll, wie sich die Leute auf das Fest freuen und immer wieder ihre Unterstützung anbieten“, sagte Angela Brückner, die Hauptorganisatorin ist. Seit einem Jahr wird die 800-Jahr-Feier vorbereitet. „Wir, die wir zur ehemaligen Dorfjugend gehören, haben uns im Abstand von mehreren Jahren immer mal wieder getroffen. Dann wurden wir angesprochen, weil auch andere dabei sein wollten. Damals sagte ich zu, 2015 die Feier zum 800-jährigen Bestehen von Strocken zu organisieren und nun ist es schon soweit“, sagte Angela Brückner.

Zum Organisationsteam gehören auch Marita Wiedehöft und Birgit Niekrawietz. Seit etwa einem halben Jahr wird das Fest intensiv vorbereitet. Angela Brückner hat viele historische Fotos gesammelt. Die sollen heute gezeigt werden. Sie selbst hat mehrere Ordner angelegt. Auch diese werden die Runde machen und so manche Erinnerungen wecken. Deutlich wird, dass Strocken einmal viel zu bieten hatte. So gab es einen Kindergarten, einen Konsum eine Kneipe und eine Poststelle. Auch mehrere Handwerker waren im Ort ansässig. Dazu gehörten der Stellmacher, der Schmied und der Müller sowie der Elektriker. Eine Obstannahmestelle hat es ebenfalls gegeben. „Jetzt ist davon nichts mehr übrig“, bedauert Angela Brückner, die in Ostrau lebt. Über die Geschichte des Ortes hat Norbert Giersch viel zusammengetragen. Sein Vater war Bürgermeister von Strocken und die Mutter, die Kindergärtnerin war, leitete eherenamtlich die Bibliothek und hatte die Eier-Annahmestelle.

Früher wurde in Strocken öfter ganz groß gefeiert. Doch wann genau, hat Angela Brückner noch nicht herausgefunden. Vielleicht kann das und vieles andere heute Abend in ihren Ordnern ergänzt werden.

Damit auch die jüngere Generation auf ihre Kosten kommt, gibt es neben der Hüpfburg auch eine Bastelstraße. Die Versorgung der Gäste haben die Feuerwehrleute von Gallschütz übernommen. „Darüber haben wir uns sehr gefreut. Auch über die Unterstützung von der Gemeinde“, so das Organisationsteam.