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Großenhain

Strohballen brennen an der Bundesstraße 98

Mehr als 50 Feuerwehrleute waren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Einsatz. Sie finden Hinweise auf Brandstiftung.

Ein Bagger verteilt die brennenden Strohballen, damit die Feuerwehrleute sie endgültig löschen können.
Ein Bagger verteilt die brennenden Strohballen, damit die Feuerwehrleute sie endgültig löschen können. © Feuerwehr Glaubitz

Wildenhain/Glaubitz. Am Mittwochabend haben auf einem Feld zwischen Wildenhain und Glaubitz rund 150 große Strohballen gebrannt. Kurz vor 20 Uhr waren die Feuerwehren aus Glaubitz, Nünchritz, Grödel, Weißig und Zeithain alarmiert worden. Wegen der Löscharbeiten war die Bundesstraße 98 stundenlang gesperrt.

Wie Polizeisprecher Lukas Reumund bestätigte, habe eine 22-jährige Passantin, die auf der B 98 unterwegs war, den Brand bemerkt und sofort den Notruf 112 gewählt. "Wir gehen von Brandstiftung aus", so Reumund. Denn Feuerwehrleute fanden nahe der brennenden Strohfeime die Verpackung eines Schokoriegels und eine Energytrink-Dose. Beides lag dort offensichtlich noch nicht sehr lange rum. Die Polizei erstattete von sich aus Anzeige auf Brandstiftung gegen unbekannt.  

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Mehr als 50 Kameraden waren bis kurz nach 3 Uhr morgens im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei von einem Bagger und zwei Radladern eines landwirtschaftlichen Betriebs der Umgebung. Es ist Bauer Kupke aus Wildenhain, der betroffen ist. 

"Erst nach 22 Uhr haben wir von dem Unglück gehört", sagt seine Frau Sigrun der SZ. Es ist schon ein großer Verlust für den kleinen Betrieb, der aber noch nicht genau beziffert werden kann. Die Wildenhainer waren sehr erschrocken. "Wir haben uns gewundert, dass das Stoh überhaupt angebrannt ist, es war doch ganz feucht", so Sigrud Kupke. 

Bei der Strohfeime handelte es sich um den Wintervorrat der Kupkes. Glücklicherweise war voriges Jahr viel geerntet worden, so dass die Landwirte damit rechnen, trotzdem hinzukommen, wenn sie sparsam umgehen.   

Die brennenden Strohballen befanden sich an einem Windschutzstreifen. Anfangs drohte das Feuer auf die Bäume und Sträucher überzugreifen, weshalb die Kameraden zunächst alles daran setzten, dass sich die Flammen nicht ausweiteten. Zum Glück blies der Wind die Flammen vom Windschutzstreifen weg, was die Löscharbeiten erleichterte.

Am Donnerstagmorgen waren noch einmal neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glaubitz vor Ort, um restliche Glutnester zu löschen. 

So sieht die Brandstelle am Tag danach aus. 
So sieht die Brandstelle am Tag danach aus.  © Anne Hübschmann