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Strohbrand bleibt weiter ungeklärt

Die Staatsanwaltschaft hat einen Verdächtigen, aber der bestreitet die Tat in Oberseifersdorf.

Von Thomas Christmann

Oberseifersdorf. Acht Monate nach dem Brand von 165 Strohballen beim Landwirtschaftsbetrieb Härtel in Oberseifersdorf laufen immer noch die Ermittlungen. Das teilt Till Neumann von der Staatsanwaltschaft Görlitz auf SZ-Nachfrage mit. Diese hat den Fall voriges Jahr von der Polizei übernommen und bereits im Herbst 2014 einen Tatverdächtigen finden können. So soll ein 24-jähriger Mann die Ballen angezündet haben. Doch laut Neumann bestreitet er die Tat bislang. „Der Ausgang des Verfahrens ist offen“, sagt der Staatsanwalt.

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Allerdings zeigen die Ermittlungen, dass sich der Verdacht der Brandstiftung immer weiter verhärtet. „Das konnte nicht anders sein“, sagte die betroffene Landwirtin Peggy Seffner schon im Herbst vorigen Jahres, nachdem ein Tatverdächtiger feststand. So ist das Grundstück frei zugänglich. Und eine Selbstentzündung könne nur solange entstehen, bis das Stroh trocken sei, teilte sie mit, also sechs Wochen nach der Ernte. Nur wunderte sich Frau Seffner, dass nach der langen Zeit noch ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Sie sei davon ausgegangen, dass das Verfahren im Sande verlaufe. Die Wehren aus Oberseifers- und Mittelherwigsdorf, Eckartsberg sowie Zittau rückten Mitte Mai 2014 aus. Dabei spielte das Wetter mit, weil kein Wind ging. So blieb der Feuerwehr eine Evakuierung des Rinderstalls erspart. Der Schaden betrug 5 500 Euro.