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Stromkabel kommen in die Erde

Die EnviaM verlegt in Limmritz eine Mittelspannungsleitung. Dafür wurde gestern für einige Stunden der Strom abgestellt.

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Zwischen dem neuen Feuerwehrgerätehaus und dem Stockhausener Weg in Limmritz wird der Verkehr mit Ampeln geregelt. Etwa vier Wochen müssen die Kraftfahrer noch mit diesem Hindernis leben. Denn auf der rund 450 Meter langen Strecke verlegt die Chemnitzer Firma SAG im Auftrag der EnviaM Mittelspannungsleitungen in den Randstreifen und teilweise in den Fußweg entlang der Fahrbahn. „Die Versorgung des Ortsnetzes erfolgt künftig über Kabelanschluss“, sagt Roberto Heinich, Gruppenführer Anlagenmanagement bei der EnviaM. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Dafür entfernt die Envia die alten Masten.

Für die Aufstellung der neuen Beleuchtungsmasten ist die Stadt Döbeln zuständig. Die hat festgestellt, dass die Abstände der alten Leuchten nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. „Deshalb werden die Abstände verkürzt und zu den bisherigen acht Masten kommen vier weitere hinzu“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Karla Listner. Die Beleuchtung erfolgt künftig mit LED.

Die Arbeiten haben bereits im Juni begonnen, wurden aber durch das Hochwasser unterbrochen. Gestern sind nun die Freileitungen außer Betrieb und die Kabel in Betrieb genommen worden. Dafür mussten die Anwohner ab 7.30 Uhr für mehrere Stunden ohne Strom auskommen. „Darüber sind sie aber im Vorfeld durch Aushänge informiert worden“, so Heinich. Nun haben die Hauseigentümer Zeit, ihre Installationsanlagen auf den Kabelanschluss umzustellen. „Erst dann werden die Freileitungen entfernt“, so der Gruppenleiter. Er rechnet damit, dass bis zur endgültigen Fertigstellung des Vorhabens noch etwa vier Wochen vergehen werden.

Weiter geht es dann in Töpeln. Auch dort soll im Bereich zwischen dem Wasserwerk und der Hängebrücke die Mittelspannungsleitung durch Erdkabel ersetzt werden. Zu diesem Schritt habe sich die EnviaM nach der Flut entschlossen. Durch die habe es in Töpeln mehrere Mastbrüche gegeben. Derzeit laufe für das Projekt das Genehmigungsverfahren. Losgehen soll es im September. „Es sind etwa vier Wochen Bauzeit vorgesehen“, so Heinich.