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Studienstress vorbei

Von Ines Klotz Telefon 03525 / 72 41 57 10 Sie musste sich durch ihr Studium kämpfen und wurde für ihre Mühe belohnt. Monique Lehmann bekam am letzten Wochenende gemeinsam mit 150 anderen Absolventen der BA Riesa ihr Diplomzeugnis.

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Von Ines Klotz

Telefon 03525 / 72 41 57 10

Sie musste sich durch ihr Studium kämpfen und wurde für ihre Mühe belohnt. Monique Lehmann bekam am letzten Wochenende gemeinsam mit 150 anderen Absolventen der BA Riesa ihr Diplomzeugnis. Nicht Bestnoten, sondern eine außergewöhnliche Diplomarbeit und eine hervorragende Verteidigung versetzten Betreuer und Dozenten in Begeisterung. Betreuer Jürgen Abel lobt in Superlativen: Sie ist eine Stille, der man so viel Courage nie zugetraut hätte. Aber sie hat ihre Verteidigung mit so viel Kompetenz und Selbstsicherheit hingelegt, das war absolute Spitze.“ Mit dem Ansatz zu ihrer Diplomarbeit wurde Monique Lehmann erstmals im Praktikum bei BuS-Elektronik konfrontiert. „Bei dem Thema ,Lieferantenerklärungen’ habe ich schnell gemerkt, dass auf dem Gebiet noch viel zu tun ist. Meine Betreuerin Mandy Leopold hat mich während der ganzen Zeit absolut unterstützt, wofür ich ihr sehr dankbar bin.“ Obwohl sie froh ist, dass der Stress nun erst mal vorbei ist, will Monique schon wieder weiterlernen. „Im nächsten Jahr beginne ich ein Fernstudium Englisch. Das hätte ich noch vor Wochen nie für möglich gehalten. Da habe ich wegen dem Studium nur alle in meiner Umgebung verrückt gemacht“, die 22-Jährige aus Strehla lacht, deren Eltern das Restaurant am Stadtpark betreiben. In die Gastronomie will sie vorerst nicht einsteigen. Sie wurde von ihrem Praktikumsbetrieb (BuS) direkt übernommen.

Den Jacobsthalern längst keine Unbekannte mehr ist Kerstin Schubert, Sachbearbeiterin für Dorfentwicklung und Städtebau im Bauamt der Gemeinde Zeithain. „Mit dem Dorfkonzept von Jahnishausen bin ich schon sehr lange vertraut. So etwas kann man nur mit dem Ortschaftsrat und den Einwohnern gemeinsam entwickeln.“ Mit viel Verständnis für die Befürchtungen, Zweifel und Ängste der Jacobsthaler hat sie unzählige Gespräche geführt, argumentiert, erklärt und überzeugen können. „Ich denke schon, dass ich für die Leute inzwischen eine Vertrauensperson bin. Sie wissen, dass ich mich für sie einsetze, auch über meine Arbeitszeit hinaus.“

Die Neugestaltung des zentralen Dorfplatzes ist ihr ans Herz gewachsen. Sie erklärt die Dreiteilung des Angers in Westanger mit Buswendeschleife, den Kirchhof und die alte Schule und schließlich den Ostanger, der kürzlich zur Nutzung übergeben wurde. „Der i-Punkt in der ganzen Gestaltung wäre nun noch die Einbeziehung der alten Waage als technisches Denkmal. So etwas gibt es heute kaum noch irgendwo, sogar das alte Waagehaus, auch die Gewichte sind noch vorhanden. Natürlich würde die Restaurierung einiges kosten, aber die Jacobsthaler mit ihrem Faible für Historisches haben schon ganz anderes geschafft. Da die alte Waage samt Grund und Boden an der Buswendeschleife aber in Privatbesitz ist, sind uns die Hände gebunden, so lange die Eigentümer nicht verkaufen.“ Entsprechende Verhandlungen wurden geführt, und Kerstin Schubert hofft mitsamt der Einwohner, denen ihr Dorf und seine Geschichte am Herzen liegt, auf Einsicht der Besitzer der Waage. „Es wäre schön, wenn wir doch noch eine Lösung finden, um das Denkmal für uns und die nachfolgenden Generationen zu erhalten.“

Harry Potter hat auch Riesa verzaubert, und Weltbild-Filialleiterin Viola Lipp gibt sich ebenso geheimnisvoll, wenn es sich um den neuen, den fünften Band dreht. Sie selbst hat den ersten Band gelesen, für mehr reichte ihre Begeisterung nicht. Sie findet aber gut, dass solche Bücher wie „Harry Potter“ oder „Herr der Ringe“ die Jugend wieder zum Lesen animiert.

„Wir haben die Potter-Bände die ganze Zeit gut verkauft und auch erstaunlich viele Originalausgaben in Englisch. Das Interesse ist wirklich groß. Außer diesen Büchern gibt es aber auch jede Menge anderer guter Literatur für jeden Geschmack auf dem Markt.“