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Stück vom Kuchen wird weiter wachsen

Frank-Uwe Michel über den Tourismus im Neißeland

© André Schulze

Die Zahlen für die Touristiker im Neißeland sind nicht gerade üppig ausgefallen. Mit 65327 der 710048 Ankünfte im vergangenen Jahr geht nur ein kleines Stück vom Erfolgskuchen der Region Oberlausitz-Niederschlesien auf das Konto der Beherbergungsbetriebe zwischen Bad Muskau, Niesky und Reichenbach. Es stimmt zwar, dass die touristische Infrastruktur im Südteil des Kreises langfristiger gewachsen und wahrscheinlich besser entwickelt ist, doch dieser Vorsprung muss nicht in Stein gemeißelt sein. Er sollte eher als Ansporn dienen, selbst noch aktiver zu werden, neue Ideen zu entwickeln, aber auch weitere Übernachtungskapazitäten zu schaffen. Wobei gerade die statistische Erfassungsmethode für das Neißeland äußerst nachteilig wirkt. Besonders hier, wo es mit Ausnahme von Bad Muskau keine Tourismushochburg mit größerer Strahlkraft gibt, spielen Ferienwohnungen und Pensionen – also das kleine Format in der Gästebeherbergung – eine große Rolle. Nur finden sie eben erst ab einer bestimmten Größe Eingang in das offizielle Zahlenwerk. Sie sind es aber, die mit viel Engagement für Zuwachs sorgen. Wenn die großen Freizeiteinrichtungen wie Kulturinsel Einsiedel, Fürst-Pückler-Park, Findlingspark Nochten oder wie sie auch immer heißen mögen, in den nächsten Jahren weiterhin von steigenden Besucherzahlen berichten, wird eins klar: Das Stück vom Tourismuskuchen für das Neißeland wächst, auch wenn die Statistik dies nur bedingt zum Ausdruck bringt.

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