merken
PLUS

Dippoldiswalde

Sturm-Schule wird saniert

Am Förderschulzentrum in Reinholdshain stehen immer noch die Gerüste. Wie die Schäden nun beseitigt werden.

Die Förderschule mit dem zerstörten Dach nach dem Sturm.
Die Förderschule mit dem zerstörten Dach nach dem Sturm. © Egbert Kamprath

An den Schäden, die Sturm Eberhard im März angerichtet hat, trägt das Osterzgebirge immer noch schwer – nicht nur in den Wäldern. 

Auch das Dach des Förderschulzentrums Oberes Osterzgebirge in Reinholdshain wurde bei den heftigen Böen zerstört und regelrecht zusammengefaltet. Die Fachleute des Amtes für Immobilien- und Baumanagement im Landratsamt – der Landkreis ist für diese Schule zuständig – gehen von einem Schaden von rund 250 000 Euro aus.

JABS – Euer Zukunftsportal
JABS – Euer Zukunftsportal

Auf JABS erfahrt ihr alles, was für eure Zukunft wichtig wird und wie ihr euch am Besten darauf vorbereitet.

Nach Notsicherung und provisorischer Abdichtung des Flachdaches gleich nach dem Sturm am 10. März wurde anschließend die Fläche beräumt. Um Schüler und Lehrer dabei nicht in Gefahr zu bringen, musste die Schule vorübergehend gesperrt werden und der Unterricht 14 Tage ausfallen. Nun steht die Instandsetzung bevor, wie das Landratsamt auf SZ-Nachfrage informiert. Anfang Juli erfolgte die öffentliche Ausschreibung zur Wiederherstellung des Daches. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass die Bauarbeiten zwischen dem 2. September und 11. Oktober erfolgen können. Gehen die Pläne auf, wäre das Gebäude nach den Herbstferien wieder komplett hergerichtet.

Für die Sanierung wurde ein Planungsbüro hinzugezogen. Außerdem arbeitet das Landratsamt eng mit der Versicherung zusammen, damit der Schaden am Ende auch vollständig reguliert wird. Alle Arbeiten, die bisher durchgeführt wurden, seien abgestimmt, heißt es aus Pirna. Das werde auch bis zum Abschluss so gehandhabt.

Bei dem Sturm waren große Teile der Dachhaut einschließlich der Dämmung abgerissen. Sogar die Sicherheitseinrichtungen auf dem Dach wurden zerstört. Manche Teile waren schon zu Boden gefallen. Andere Fetzen hingen noch auf dem Dach und drohten, beim nächsten Windstoß herabzustürzen.

Da es sich um ein Flachdach handelt, war das ganze Ausmaß zunächst nur aus der Ferne sichtbar. Erst von der leichten Anhöhe aus, in Richtung Bundesstraße B 170, waren die enormen Schäden auszumachen. Was wie Schneeberge aussah, war in Wirklichkeit das Dach, das gefaltet wie eine große Ziehharmonika über dem Gebäude lag.

In der Förderschule für lernbehinderte Kinder werden knapp 100 Schüler aus dem Osterzgebirge unterrichtet. Sie besuchen hier die Klassenstufen fünf bis zehn.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde