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Susa wächst

Die Automatendreherei stellt Teile für VW, BMW und Toyota her. Die Firma und baut ihren Standort in Heidenau aus.

Von Heike Sabel

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Großer Badespaß in Freitals Freibädern 

Nach vielen Renovierungsarbeiten ist die Badesaison in den Freibädern "Windi" und "Zacke" in vollem Gange. 

Die Idee mit der Firma hatte Siegbert Sauer. Für seinen Vornamen steht das eine S bei Susa. Das zweite und das A kommen von Sauer und das U steuerte seine Frau Ursula bei. 1991 gründeten sie ihre Firma. Es wurde ihr Lebenswerk, in dem sie ihren Namen verewigt haben. Dieses Lebenswerk entstand in Dresden, die Firma weitete sich in Heidenau aus, wo sie nun noch einmal wächst. Zum ersten Mal wurde 1999 gebaut, 2005 ein zweites Mal.

Inzwischen reicht der Platz nicht mehr. Viele Aufträge, eng stehende Maschinen, damit stieß man an Kapazitätsgrenzen. Dazu der zweite Standort Dresden. Das Hin- und Hertransportieren ist eine logistische Herausforderung, die jedoch Zeit und Geld kostet und den Teilen nicht immer gut tut. Obwohl Dresden schon erweitert worden war, war die Reserve bald aufgebraucht. Platz soll nun im Neubau geschaffen werden. Und zwar so, dass er Luft für die nächsten Jahre schafft. Wenn Heidenau komplett fertig ist, soll die Fertigung von Dresden hierher ziehen. Dresden ist dann Verwaltungsstandort. Außerdem sollen dort Produkte weiterentwickelt werden.

Susa ist eine Automatendreherei und wirbt mit „Drehen mit Leidenschaft“. Und zwar zum Beispiel Airbagteile für VW, BMW, Toyota, Daimler. 80 Prozent der Produktion gehen an Fahrzeugbauer, 20 Prozent in den Maschinenbau. Inzwischen sind auch Aufträge für Mifa-Fahrräder dabei, und zwar Wellen für die Postfahrräder. „Man kann alles drehen“, sagt Simone Sauer. Sie ist die Juniorchefin, ihr Bruder Volkmar der Juniorchef.

Ursula und Siegbert Sauer gibt es auch noch, sie sind die Senior-Geschäftsführer. Bereits seit 2008 sind die beiden Kinder gleichberechtigte Geschäftsführer. Als Kinder hatten Tochter und Sohn nie Probleme, eine Ferienarbeit zu finden. Später studierten sie Betriebswirtschaft und Maschinenbau. Wieder ein Schritt zum Generationenwechsel. Die Senioren sind längst Rentner, wollen sich irgendwann auch zurückziehen. Nicht abrupt, sagt Ursula Sauer. „Vielleicht noch so bis Mittag arbeiten.“

Sonntag bleibt heilig

Doch nun steht erst noch der Neubau im Mittelpunkt. Nicht nur das Bauen, auch das neue Organisieren der Arbeit. Mehr Platz und mehr Leute bedeuten auch da Änderungen, zum Beispiel in der Leitungsstruktur. So soll es künftig mehr Bereichsleiter geben. Die Zahl der Beschäftigten ist bereits von 160 auf 190 gewachsen. Einige wenige werden noch dazukommen, CNC-Dreher und Schleifer. Die Maschinen optimal aufzustellen, den Ablauf effektiv zu organisieren, sind jetzt Aufgaben. Der Kopfbau des Neubaus ist fast fertig. Ins Erdgeschoss kommen der Pausenraum und die Verpackung, in die erste Etage Umkleide- und Sanitär- sowie Beratungsräume. Die zweite Etage bleibt vorerst frei. Maschinen kommen dort auf keinen Fall hin. Die werden in der großen Produktionshalle hinter dem Kopfbau stehen, dazu kommen die Späneanlage, das Lager und der Versand. Für rund fünf Millionen Euro entstehen 6 000 Quadratmeter Nutzfläche.

Im vorigen Jahr machte Susa 28 Millionen Euro Umsatz, knapp acht mehr als 2013. Der arbeitsfreie Sonntag wird dabei nur im äußersten Notfall angegriffen. So wie im November, als einige, die sich bereiterklärten, in rollender Woche arbeiteten. Der Familienbetrieb versteht sich als Betriebsfamilie. Deshalb bleibt es beim Drei-Schicht-Betrieb von Montag bis Freitag, nur in Spitzenzeiten wird mal eine Freitagnacht- oder Sonnabendfrühschicht angehängt, sagen die Sauers. „Auch wenn unser Betrieb wächst, uns ist das Klima wichtig.“ Dazu gehört für sie auch der tägliche Rundgang durch die Hallen.

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