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Döbeln

Syko meldet Insolvenz an

Das Metallbauunternehmen fertigt seit 2007 Fassaden, Fenster und Türen. Wie es jetzt weitergeht, ist offen.

Die Firma Syko – hier die Halle an der Leisniger Straße – hat Insolvenz angemeldet, arbeitet aber weiter.
Die Firma Syko – hier die Halle an der Leisniger Straße – hat Insolvenz angemeldet, arbeitet aber weiter. © Lars Halbauer

Döbeln. Das Amtsgericht Chemnitz hat am 24. Januar das vorläufige Insolvenzverfahren für die Döbelner Metallbaufirma Syko angeordnet und den Dresdner Rechtsanwalt Dr. Lucas F. Flöther mit der Sicherung der künftigen Insolvenzmasse beauftragt. Laut dem Sprecher des vorläufigen Verwalters wird der Geschäftsbetrieb bei Syko fortgeführt. 

Derzeit arbeiten knapp 50 Mitarbeiter in dem Unternehmen. Zu den Ursachen der Zahlungsunfähigkeit machte er keine Angaben. Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens soll bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens in einem Gutachten festgestellt werden.

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Nach eigenen Angaben auf ihrer Internetseite besteht die Firma seit 2007. Sie hat ihren Sitz an der Eisenbahnstraße in Döbeln, produziert aber auch in Hallen an der Leisniger Straße. Syko fertigt und montiert Fenster, Türen und Fassaden aus Metall und Holz und ist damit europaweit aktiv. 

Laut den beiden letzten im Netz veröffentlichten Bilanzen wies die Firma für 2017 einen Jahresfehlbetrag von rund 235.000 Euro und 2018 von rund 51.000 Euro aus. Die Verbindlichkeiten unter anderem für Fahrzeuge und Maschinen beliefen sich Ende 2018 auf rund 4,1 Millionen Euro. 

Für neu angeschaffte Maschinen hatte die Firma zusätzlich Hallen der früheren Firma Autoliv vom Freistaat Sachsen angemietet. Der Geschäftsführer der Firma Syko war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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