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SZ-Osterfahrt mit so vielen Gästen wie nie

600 Leute waren bei der Fahrt ins Blaue dabei. Sie erlebten einen fröhlichen Vormittag – und ein kniffliges Rätsel.

Von Gabriel Wandt

Sie sitzen im Trixiwald an einem Baumstumpf, haben gerade ein Osternest auf dem Waldboden entdeckt und wickeln den großen Schoko-Osterhasen aus: Raik Tippmann und sein Sohn Joshua aus Dresden genießen den Sonntagvormittag mit rund 600 anderen Gästen auf dem Gelände des Trixi-Parks in Großschönau.

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Osterhasen, Trixi-Maskottchen und jede Menge gut gelaunte Gäste: Das war die diesjährige Osterfahrt der Sächsischen Zeitung. Foto: Matthias Weber
Osterhasen, Trixi-Maskottchen und jede Menge gut gelaunte Gäste: Das war die diesjährige Osterfahrt der Sächsischen Zeitung. Foto: Matthias Weber

Die Sächsische Zeitung hatte wieder zur traditionellen Osterfahrt ins Blaue eingeladen. Die Chemnitzer Familie, zu der noch Mutter Sabine gehört, hatte sich schnell entschieden, dabei zu sein, als sie von dem Angebot erfuhr. Bei herrlich mildem Frühlingswetter hatten zuvor neun Busse 400 große und kleine Oberlausitzer aus der südlichen Oberlausitz zum Trixi-Park gebracht. Schon während der Fahrten herrschte eine fröhliche, gespannte Stimmung. Wohin würde es diesmal gehen? Wie immer bei der Osterfahrt war das Ziel nicht verraten worden. Und so rätselten die Fahrgäste von einer Kreuzung zur nächsten, wo der Bus schließlich halten würde. In Großschönau war es schließlich soweit, und dort warteten noch 200 Urlauber aus dem Feriendorf, die sich dem fröhlichen Zug anschlossen. Gemeinsam ging es am Bad vorbei und unter den Kletterbäumen hindurch bis hinein in den Wald, wo zwischen Zweigen und frischem Grün hunderte Ostergeschenke versteckt waren. Von ihnen hat auch der dreijährige Tino aus Dresden eines gefunden – und ließ sich ebenfalls noch an Ort und Stelle die Schokolade schmecken. Neben den obligatorischen Süßigkeiten war in den grünen Beuteln auch Malkreide oder ein Fläschchen Seifenblasen zu finden. Der kleine Tino war über die Feiertage mit seinen Eltern bei Oma und Opa in Zittau zu Besuch, und die Oma war es auch, die schließlich die Idee zu diesem Familienausflug hatte.

Als die kleinen Überraschungen gefunden waren, begann auf dem Gelände des Ferienparks ein fröhlicher Trubel. Vereine wie der VBFF aus Zittau oder Lebensträume aus Neugersdorf hatten spannende Stationen vorbereitet, die große Trixifigur lud immer wieder zu Polonaisen ein, und die Volksbank hatte auf einer Wiese jede Menge Plüsch-Schafe verteilt, die es zu schätzen galt. Diese Herausforderung begeisterte vor allem die mitgereisten Eltern, die dann im Namen ihrer Kinder um kiloschwere Schokohasen wetteiferten. 300 Schätzungen landeten in der Zettelbox – nur 17 richtige Lösungen waren dabei. Genau 200 Schafe waren auf der Wiese verteilt, und als diese nach dem Verkünden der Gewinner zum Mit-nach-Hause-Nehmen freigegeben wurden, rannte eine fröhliche, kreischende Kinderschar los, um eines der kleinen weißen Schäfchen zu ergattern.

Die Osterfahrt der Sächsischen Zeitung zieht Oberlausitzer, Urlauber und Heimkehrer gleichermaßen an, das hat der Ostersonntag wieder einmal gezeigt. Aus Potsdam, Kassel, Chemnitz, Dresden und vielen anderen Orten in der Nähe und der Ferne kamen die Teilnehmer. 401 Karten wurden im Vorfeld verkauft – Rekord in den bald 20 Jahren, die es die Osterfahrt bereits gibt. Und die Osterhasen, die in ihren Kostümen stets eine Nascherei in ihren Körbchen hatten, entdeckten unter den Gästen viele bekannte Gesichter. Denn für viele Menschen aus der Region gehört die Osterfahrt längst zu diesem Festwochenende dazu, und beim Verabschieden fällt dann auch immer wieder der gleiche Gruß: „Bis zum nächsten Mal!“