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Szenen wie in einem Horror-Film

Die Maßnahmen gegen den Coronavirus greifen kaum. Die Infesktionswelle kann nur gebremst, nicht gestoppt werden. Aber darum geht es. Ein Kommentar.

© dpa/SZ

Diese Bilder kommen einem irgendwie bekannt vor. Sie haben alles, was ein Thriller braucht: Mediziner in Vollschutzanzügen. Abgeriegelte Quarantänelager für Infizierte. Geschlossene Ortschaften, Grenzen und Flughäfen. Nur, das hier ist kein Film. Es ist die Realität.

Bei aller Härte für Betroffene, für ganze Regionen, es ist vernünftig, was derzeit an Vorsichtsmaßnahmen geschieht. Es sind eigentlich gar keine Vorsichtsmaßnahmen mehr, es ist schon Notwehr. Doch fest steht auch, die Infektionswelle wird sich so nicht stoppen lassen, allenfalls bremsen. Aber genau darum geht es jetzt: Zeit gewinnen. Zeit, um sich auf eine Pandemie ähnlich der einer schweren weltweiten Grippewelle vorzubereiten.

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Das neue Virus ist da, offenbar vom Wildtier auf den Menschen übergesprungen, und hat sich an ihn angepasst. Diese genetische Flexibilität ist eine Spezialität der Corona-Viren. Damit dies nicht noch schneller, noch perfekter passiert, damit nicht unkalkulierbar viele Menschen zeitgleich erkranken, dafür sind die Quarantäne-Regeln wichtig. Weltweit. Sie helfen, Leben zu schützen. Und sie geben der Wissenschaft etwas Zeit, Gegenmittel und Impfstoffe zu finden. 

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Selbst die Entwicklung eines zuverlässigen Schnelltests wäre ein riesiger Fortschritt. Der könnte den derzeit noch wochenlangen Aufenthalt in den Quarantänestationen überflüssig machen. Ein Virenhemmer, der auch gegen den neuen Corona-Stamm wirkt, ist sogar schon vorhanden, aber bisher noch nicht zugelassen. Normalerweise dauert so etwas Jahre. Jetzt sollten einige Wochen oder wenige Monate reichen. Die verbleibende Zeit wird zum wichtigsten Faktor.

E-Mail an Stephan Schön

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