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Der Stadtrat wird digital 

In Ebersbach-Neugersdorf arbeiten die Räte jetzt mit Tablets. Das spart riesige Mengen Papier. Die Probe, wie das in der Praxis klappt, steht noch aus. 

Rica Wittig, Hauptamtsleiterin, Stadtverwaltung Ebersbach mit einem neuen Tablet.
Rica Wittig, Hauptamtsleiterin, Stadtverwaltung Ebersbach mit einem neuen Tablet. © Matthias Weber

Künftig werden in den Stadtratssitzungen in Ebersbach-Neugersdorf keine Papierberge mehr gewälzt. Die Ratsarbeit wird interaktiv - statt auf ausgedruckten Unterlagen beschäftigen sich die Stadträte künftig digital mit den aktuellen Themen. 

Jedes Stadtratsmitglied wird dazu mit einem Tablet ausgestattet. Auf den mobilen Minicomputern ist ein speziell auf die Stadtverwaltung angepasstes Sitzungsdienstprogramm installiert, erklärt Hauptamtsleiterin Rica Wittig die Neuerung. "Die Mitglieder können sich somit die Ratsunterlagen auf ihr Tablet laden und sich dort auch Notizen machen", so Frau Wittig.

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Auch beim WLAN hat die Stadt in diesem Zusammenhang aufgerüstet: "Jedes Verwaltungsgebäude in Ebersbach-Neugersdorf hat WLAN-Empfang." Dennoch gebe es die Möglichkeit, offline zu arbeiten. Dafür laden sich die Ratsmitglieder zuvor die Unterlagen auf das Tablet und können diese dann auch ohne Internet-Verbindung einsehen und daran arbeiten. Die Stadt wolle mit der Zeit gehen, außerdem spiele laut Frau Wittig der Umweltgedanke eine Rolle.  "Durch die Arbeit mit den Tablets werden große Mengen an Papier eingespart", so die Hauptamtsleiterin. Immerhin sind die Sitzungsunterlagen mit Erläuterungen und Beschlussvorlagen sehr umfangreich. Um sie für alle Räte und die Verwaltungsmitarbeiter, die am Stadtrat teilnehmen, bereitzustellen, mussten die Unterlagen bisher mehr als 20 Mal komplett ausgedruckt werden. Stapelweise Papier kommt da zusammen. Zu den Kosten, die nun für die Anschaffung der neuen Technik angefallen sind, wollte sich die Stadt auf Nachfrage der SZ nicht äußern.

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Vollständig auf die digitale Arbeit umgestellt hat der Stadtrat seine Arbeit noch nicht. Aktuell wird noch parallel mit Papier gearbeitet. Es seien auch noch nicht alle Stadträte mit der neuen Technik und dem Sitzungsdienstprogramm geschult worden. Zur nächsten Stadtratssitzung Ende August sollen die Unterlagen auch noch einmal parallel in Papierform ausgegeben werden. Dann allerdings letztmalig. Das wird dann auch die Generalprobe, ob mit der neuen Stadtrats-Technik alles reibungslos funktioniert. 

Für die Zuschauer werden die Informationen in den öffentlichen Ratssitzungen wie schon bisher auch über Bildschirme im Stadtsaal angezeigt. 

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