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Görlitz

Tafel darf öffnen - und tut es auch

Hinter den Menschen, die auf die Görlitzer Tafel angewiesen sind, liegen schwere Tage. Sie war zu, weil Waren fehlten. Stattdessen herrschte Unsicherheit.

Marion Bürger, Leiterin der Görlitzer Tafel, kann wieder öffnen. Schwierig beliebt die Situation für die Tafeln und die, die darauf angewiesen sind, dennoch.
Marion Bürger, Leiterin der Görlitzer Tafel, kann wieder öffnen. Schwierig beliebt die Situation für die Tafeln und die, die darauf angewiesen sind, dennoch. © Nikolai Schmidt

Nachdem die sächsische Allgemeinverfügung Ende der Woche verschärft worden war, herrschte bei den Tafeln Unsicherheit. Welche Regelung nun für sie gilt, das fragte sich auch Marion Bürger, Leiterin der Görlitzer Tafel. Am Montag war es geklärt.

„Diese Woche werde ich zu den normalen Zeiten öffnen. Wir haben auch recht viel Ware bekommen.“ Vorige Woche blieb die Tafel geschlossen – weil nicht genug Lebensmittel eingegangen waren. Nachdem das bekannt wurde, haben viele Görlitzer, Privatpersonen wie auch Gastronomen, Solidarität gezeigt und Spenden gebracht.

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Hygieneregeln gelten auch für Tafel

Laut der Allgemeinverfügung vom Freitag bleiben Lebensmittelgeschäfte unter bestimmten Hygiene- und Zugangsregelungen offen. Restaurants dagegen waren zum Sonntag zu schließen, erlaubt bleibt ein Außer-Haus-Verkauf sowie Lieferdienst. Die Tafeln gehören zwar weder zum Einzelhandel noch in die Gastronomie, wichtig für die Versorgung sind sie für viele Menschen dennoch.

Die Allgemeinverfügung vom Sonntag nun nennt unter anderem die triftigen Gründe zum Verlassen der häuslichen Unterkunft. Ein Punkt: „Sicherstellung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung, einschließlich Abhol- und Lieferdienste“. Und das gelte auch im Rahmen von ehrenamtlicher Tätigkeit.

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Damit wird die Tafel am Dienstag und Freitag zwischen 13.30 Uhr und 15 Uhr öffnen. „Natürlich halten wir uns dabei an die Hygieneregeln“, sagt Marion Bürger. Es wird beispielsweise so sein, dass nur zwei Personen zugleich die Räumlichkeiten betreten dürfen, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Für ihre Kunden sei die vorige Woche sicherlich eine besonders schwere Zeit gewesen, vermutet sie „Für viele ist die Tafel ein wichtiger Bestandteil für die grundlegende Versorgung und eine Schließung ein merklicher Einschnitt.“

Schwere Woche liegt hinter Betroffenen

Für viele Tafeln bleibt die Situation dennoch nach wie vor schwierig. Denn häufig handelt es sich bei den Ehrenamtlichen, die hinter den Theken stehen, um ältere Menschen - die möglicherweise zur Risikogruppe gehören und deshalb derzeit nicht helfen können. Laut Spiegel-Bericht haben deutschlandweit in der Coronakrise bereits rund 300 Tafeln aus verschiedenen Gründen vorübergehend geschlossen. 

Nachdem die sächsische Allgemeinverfügung Ende der Woche verschärft worden war, herrschte bei den Tafeln Unsicherheit. Welche Regelung nun für sie gilt, das fragte sich auch Marion Bürger, Leiterin der Görlitzer Tafel. Am Montag war es geklärt.

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