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Tafeln an der Mulde

Ein besonderes Dinner bringt Gewerbetreibende und Anwohner zusammen.

20 Meter lang war die Tafel, die Gewerbetreibende und Anwohner entlang der Mulde aufgebaut hatten. Weil es an diesem Platz romantischer als hinterm Rathaus ist, zog das „Weiße Dinner“ um.
20 Meter lang war die Tafel, die Gewerbetreibende und Anwohner entlang der Mulde aufgebaut hatten. Weil es an diesem Platz romantischer als hinterm Rathaus ist, zog das „Weiße Dinner“ um. © Lars Halbauer

Von Helene Krause

Roßwein. Ein recht ungewöhnliches Bild bot sich am Sonnabendabend im Park des ehemaligen Kinos „Astoria“ in Roßwein. An weiß gedeckten Tischen saßen ganz in Weiß gekleidete Menschen. Weiß war auch die Farbe der Teller und der Tischdekoration: Die Händlerinitiative „Roßwein jetzt“ hatte zum „Weißen Dinner“ eingeladen.

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Mit dabei waren Silke Böhnisch und Maik Oyen aus Roßwein. „Es ist eine tolle Idee, miteinander zu essen und zu reden“, meinte Oyen. Mitgebracht hatten sie nicht nur Baguette, sondern auch Avocadocreme, Thunfischcreme, eine Zucchinipfanne, Tomaten, Quark und Erdbeeren in Prosecco. „Das Gemüse stammt aus dem eigenen Garten“, sagte Böhnisch.

Jeanine Stuber, ihr Mann Maik und die Kinder Josefine und Isabelle aus Döbeln sind schon das zweite Mal beim Dinner dabei. „Unsere Roßweiner Freunde haben uns eingeladen“, sagte Jeanine Stuber. „Die Atmosphäre und das gemütliche Beisammensein gefallen uns.“ Mitgebracht haben die Stubers Gurken, Tomaten und Weintrauben sowie Laugenstangen und mit Hackfleisch gefüllte, überbackene Champignons.

Die Veranstaltung ist schon die dritte, die die Roßweiner Händlerinitiative organisierte. Die Idee wurde von den Döbelner Händlern und Gewerbetreibenden übernommen. Ihr Ziel ist, dass Anwohner und Gewerbetreibende zusammenfinden, gemeinsam essen, reden und einen schönen Abend verleben. „Wir haben vor, das Dinner jedes Jahr zu veranstalten“, sagte Susan Oberländer von der Initiative. Wie sie verriet, feierte ihre Mutter beim „Weißen Dinner“ ihren 67. Geburtstag.

Bedingung, um am Dinner teilzunehmen ist, ganz in Weiß gekleidet zu sein und eigene Speisen mitzubringen. Die können mit den anderen Gästen getauscht werden.

In den vergangenen zwei Jahren fand das „Weiße Dinner“ immer hinter dem Rathaus statt. „Wir dachten uns, das es besser ist, es an die Mulde zu verlegen“, sagte Susan Oberländer. „Dort ist es romantischer.“ Doch am neuen Veranstaltungsort gab es Probleme. Während hinter dem Rathaus Strom und Toiletten des Rathauses genutzt werden konnten, musste die Händlerinitiative sich um eine Toilette und den Stromanschluss am neuen Veranstaltungsort selbst kümmern.

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