merken
PLUS Sachsen

Riesa war Mittelpunkt von Sachsen - drei Tage lang

Rund 310.000 Besucher feierten mit beim 28. Tag der Sachsen. Lesen und schauen Sie, wie das fröhliche und friedliche Volksfest verlaufen ist.

Beim Festumzug präsentierten sich auch  Fahnenschwinger.
Beim Festumzug präsentierten sich auch Fahnenschwinger. © Sebastian Willnow/dpa

Nur nicht die Ruhe verlieren. Noch sind es 30 Minuten, bis der Festumzug starten kann. Jetzt wird es Zeit, dass die Frisuren sitzen: Mit Geschick flicht Nadine Alicja die Haare. Das Duo gehört zur Rad-Artistik-Gruppe „Cornellis“ vom Sportverein Süptitz. Der ist mittendrin unter den Mitwirkenden. Damit die pünktlich Sonntag um 13 Uhr an der Robert-Koch-Straße starten können, muss jedes der 189 angemeldeten Fahrzeuge an der richtigen Stelle stehen. Und da sind nicht nur Kleintransporter unterwegs, auch Traktoren, Pferdefuhrwerke, Lkw-Tieflader, Bootsanhänger.

Und deshalb hatte rund um das Ölwerk schon am Sonnabend, einen Tag vor dem Festumzug, Betrieb geherrscht. Da waren Helfer unterwegs, um alle paar Meter geheimnisvolle Zahlenkombinationen auf den Fußweg zu sprühen. Die halfen am Sonntagvormittag den Umzugsteilnehmern, den richtigen Platz zu finden. Schon weiträumig waren Hinweisschilder an den Straßen aufgebaut worden, welcher Block des fast zwei Kilometer langen Festumzugs sich an welcher Straße aufstellen muss.

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Dann wird es ernst: Die ersten Wagen rucken an. Es ist 13 Uhr – der Festumzug rollt. Der Höhepunkt des 28. Tags der Sachsen beginnt. Halb Sachsen schaut auf Riesa. Fast 3.000 Mitwirkende gestalteten in 87 Bildern einen farbenfrohen, originellen Festumzug. Er bewegte sich auf zwei Kilometern durch Riesa, Zehntausende Schaulustige spendeten Beifall.

Besuchermassen im Schritttempo

Im Lenkungsstab der Sicherheitskräfte sitzen die Mitarbeiter derweil vor großen Flachbildschirmen und beobachten die Besucherströme beim Tag der Sachsen. Da ist zu sehen, wie es vor den Medienbühnen von Energy Sachsen, Hitradio RTL und Radio PSR zugeht. Während dort am Sonnabend die Menschenmengen noch überschaubar waren, zeigen andere Aufnahmen, wo es gerade wirklich eng zugeht: Auf der Hauptstraße schieben sich die Besuchermassen im Schritttempo weiter.

Zwischen den Häuserfronten der Innenstadt ist kein Ausweichen möglich. Und schließlich kommen jetzt, am Sonnabendnachmittag, allein mit den Bussen 5.000 bis 6.000 Menschen in die Stadt. Pro Stunde. Aktuelle Meldungen von den vier Großparkplätzen außerhalb der Stadt gehen ein. 18.000 Autos konnten dort auf Feldern parken, tatsächlich waren es am Sonnabend nicht mal 3.000. Wo kamen dann all die Leute her? Offenbar wurden auch die Buslinien aus dem Umland stark genutzt. Tatsächlich fuhren das ganze Wochenende lang etliche Extra-Züge und -Busse nach Riesa. Und viele sind voll besetzt.

310.000 Besucher – das ist die Zahl, die das Rathaus am späten Sonntagnachmittag bekannt gibt. Damit ist in Riesa  der Tag der Sachsen so gut besucht gewesen wie seit sieben Jahren nicht mehr. 2012 hatte Freiberg 470.000 Besucher angegeben, seitdem war das größte sächsische Volksfest immer auf Werte zwischen knapp 250.000 und 300.000 Besucher gekommen.

Nächstes Jahr in Aue-Bad Schlema

Weiterführende Artikel

Der Tag der Sachsen - Tag 3

Der Tag der Sachsen - Tag 3

Der dritte und letzte Festtag in Riesa neigt sich dem Ende zu. Die SZ ist dabei.

Der Tag der Sachsen - Tag 2

Der Tag der Sachsen - Tag 2

Die Straßen in der Riesaer Innenstadt füllen sich wieder - der Tag der Sachsen geht in die zweite Runde.

Freital richtet 2021 Tag der Sachsen aus

Freital richtet 2021 Tag der Sachsen aus

Jetzt steht es fest: Der 30. Tag der Sachsen wird im September 2021 in der Großen Kreisstadt stattfinden.

Frieda ist das Tag-der-Sachsen-Baby

Frieda ist das Tag-der-Sachsen-Baby

Eigentlich sollte die kleine Frieda erst eine Woche später zur Welt kommen, den Tag der Sachsen in ihrer Heimatstadt wollte sie dann aber wohl doch nicht verpassen.

Auf der Abschlussveranstaltung überreicht Riesas Oberbürgermeister Marco Müller den Staffelstab an seinen Amtskollegen Heinrich Kohl (beide CDU). Die Stadt Aue-Bad Schlema wird den Sachsentag 2020 veranstalten. „Der 28. Tag der Sachsen war ein tolles Fest für alle Bürgerinnen und Bürger“, konstatiert OB Marco Müller. Er dankt allen Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr und Sicherheitsunternehmen, den Vereinen und Unternehmen sowie den Hunderten freiwilligen Helfern. „Es war eine riesengroße logistische Aufgabe und ein Kraftakt für alle, der hervorragend gemeistert wurde.“ In Riesa habe bei bestem Wetter drei Tage lang eine tolle Stimmung geherrscht. „Wir haben ein friedliches, fröhliches Volksfest erlebt, so wie wir uns das gewünscht haben“, sagt Müller. Das anspruchsvolle Sicherheitskonzept sei voll aufgegangen. „Das hat mir die Polizei auch so bestätigt. Gemessen an der Dimension des Festes gab es kaum nennenswerte Vorkommnisse.“

Impressionen vom Festumzug

© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz
© Sebastian Schultz

Mehr zum Thema Sachsen