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Tagebau-Gegner machen mobil

Ein neu gegründetes Bündnis will die Erweiterung der Förderstätte Nochten verhindern und bereitet eine Kundgebung im April vor. Doch das ist noch nicht alles.

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Von Tilo Berger

Rohne. Gegen die von Vattenfall geplante Erweiterung des Tagebaus Nochten hat sich ein neues Bündnis formiert. Etwa 30 potenzielle Umsiedler und Randbetroffene hätten sich unter dem Motto „Strukturwandel jetzt – kein Nochten II“ in der Alten Schule in Rohne zusammengeschlossen, hieß es in einer von der Grünen Liga Cottbus verbreiteten Pressemitteilung. Ziel des Bündnisses ist, den „Neuaufschluss des Abbaugebietes Nochten II“ und die daraus resultierende Umsiedlung von knapp 1 600 betroffenen Menschen aus Rohne, Mulkwitz und Schleife-Süd zu verhindern.

Um dieses Ziel zu erreichen, will das Bündnis Informationsveranstaltungen in der Region und in den Städten, öffentlichkeitswirksame Aktionen und rechtliche Maßnahmen organisieren und unterstützen. Eine Internet-Präsenz sei in Arbeit, hieß es. Zudem erscheine ein regelmäßiges, kostenloses Informationsblatt „Nochten heute“. Die erste Ausgabe wurde vor Kurzem in den betroffenen Dörfern verteilt. Auf „www.nochten-heute.de“ gibt es auch eine elektronische Version.

Mit einem Marsch am 7. April durch Schleife und Rohne und einer anschließenden Kundgebung will das Bündnis auf die drohende Abbaggerung der sorbisch-deutschen Dörfer hinweisen. Die Veranstaltung steht in Anlehnung an eine Zeile der sorbischen Hymne unter dem Motto „Heilig sind unsere Fluren und Dörfer“. Das Bündnis bezeichnet sich als parteipolitisch neutral und überkonfessionell. Unterstützung gewähren mehrere Umweltverbände, Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke.