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Tagebaugegner marschieren

Region. Das Bündnis „Strukturwandel jetzt – kein Nochten 2“ unterstützt den Protest der sorbischen Minderheit gegen den Braunkohletagebau. Am Sonntag nach Ostern werden Umweltgruppen, Künstler und Politiker Hand in Hand mit Bürgern der von Abbaggerung betroffenen Gemeinden durch Rohne marschieren.

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Region. Das Bündnis „Strukturwandel jetzt – kein Nochten 2“ unterstützt den Protest der sorbischen Minderheit gegen den Braunkohletagebau. Am Sonntag nach Ostern werden Umweltgruppen, Künstler und Politiker Hand in Hand mit Bürgern der von Abbaggerung betroffenen Gemeinden durch Rohne marschieren.

Die Veranstalter rufen dazu auf, sich dem Protest gegen den drohenden Verlust der Heimat anzuschließen. Denn wenn der Beschluss zur Erweiterung des Tagebaus Nochten rechtskräftig wird, ist die Zerstörung der Dörfer Rohne, Mulkwitz, Schleife-Süd, Mühlrose, Klein-Trebendorf und Trebendorf-Hinterberg besiegelt. Gegen den 2014 genehmigten Braunkohlenplan ist eine Klage beim Oberverwaltungsgericht Bautzen anhängig. Experten räumen ihr jedoch wenig Chancen auf Erfolg ein.

Der „Ostermarsch“ startet am 12. April um 14 Uhr am Bahnhof Schleife und führt nach Rohne. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich gegen 14.45 Uhr an der Feuerwehr Rohne anschließen. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Kundgebung an der Mehrzweckhalle am Sportplatz. Den Protestmarsch gibt es in dieser Form bereits seit 2012. (SZ)