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Tagungszentrum ist fertig

Mit Hausmesse und Neujahrsempfang erlebt das neue Veranstaltungsgebäude seine Premiere. Der Bauherr M+E Consult hat noch mehr vor.

© M+E Consult

Von Ines Scholze-Luft

Radebeul. Wer es noch nicht bemerkt hat: Radebeul hat jetzt ein Tagungszentrum. Der letzte große Baustein im neuen Ortsteilzentrum Radebeul Ost steht. Gleich neben dem historischen Güterboden ist in den letzten anderthalb Jahren ein Gebäudekomplex entstanden, der sich in seiner Architektur wohltuend an die Gründerzeitbauweise anlehnt und dennoch hochmodern ausgestattet ist.

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Nicht lange warten, ab ins neue Heim!
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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

Enger Kontakt Das neue Gebäude ist baulich mit dem historischen Güterboden verbunden.
Enger Kontakt Das neue Gebäude ist baulich mit dem historischen Güterboden verbunden.
Belastbarer Boden Der Stirnholzparkett-Fußboden im Raum Ziller ist sehr widerstandsfähig.
Belastbarer Boden Der Stirnholzparkett-Fußboden im Raum Ziller ist sehr widerstandsfähig. © Arvid Müller
Helle Halle Auch der Güterboden – hier zur Eismesse – profitierte von der Sanierung, so mit neuen Lampen.
Helle Halle Auch der Güterboden – hier zur Eismesse – profitierte von der Sanierung, so mit neuen Lampen. © Arvid Müller

Hier wird gekocht, so der erste Gedanke beim Betreten des Tagungszentrums der Sächsischen Wirtschaft (TSW) in Ost. Mit der Überlegung liegt der Besucher richtig. Drei Tage lang ging es im neuen Veranstaltungshaus jetzt um Gastronomie und Kulinarisches. Die Radebeuler Firma Hanke – Eisherstellung und -spezialitäten – hatte zur Hausmesse eingeladen und sich dabei mit dem Dresdner Unternehmen KEP Großküchentechnik zusammengetan.

Verlockende Eissorten da, kleine Häppchen zum Probieren dort, überall intensive Gespräche zwischen Ausstellern und Besuchern. Ronny Büttner von der KEP GmbH ist mit dem Verlauf der ersten gemeinsamen Fachmesse zufrieden. Mit der Resonanz ebenso wie mit den technischen Bedingungen, die auch die Inbetriebnahme der nötigen Geräte sichern. Viele Gäste wären erstaunt darüber, wie schön es hier auf der ehemaligen Brache geworden ist, sagt Büttner. Er selbst sei auch gleich beim ersten Anblick angetan gewesen von dem neuen Tagungszentrum.

1 000 Quadratmeter Freifläche

Thomas Joachim, Geschäftsführer der Dresdner M+E Metall- und Elektroindustrie Consult GmbH, hat gehofft, dass das Veranstaltungsensemble so gut ankommt. Planmäßig im Dezember fertiggestellt, wurde es mit dem Neujahrsempfang der sächsischen Wirtschaft eingeweiht. Die M+E Consult betreibt seit 2005 den historischen Güterboden, der nun mit dem Neubau das TSW bildet. Mit 1 200 Quadratmetern Tagungsraum, zu dem ab Sommer noch 1 000 Quadratmeter Freifläche kommen sollen.

Das neu gebaute Haus bringt viele Vorteile. Hinter der klassischen, zum historischen Güterboden passenden Fassade, ist jede Menge Technik verborgen. Nicht nur mit den verschiedenen Medienanschlüssen. Vor allem beeindruckt das Haus durch seine Wandelbarkeit. Ob Schulung, Produktpräsentation, Meeting, Messe, Jubiläum, Empfang oder Seminar, ob zehn Gäste erwartet werden oder 600 – das TSW kann sich auf vielfältige Ansprüche einrichten.

Da können Räume vergrößert, kann jederzeit ein Imbiss bereitgestellt werden, geben die technischen Voraussetzungen genügend Spielraum. Angefangen von Audioanlagen bis zu Frischluftzufuhr, extra Beleuchtung und Beschallung. Jeder der drei TSW-Bereiche verfügt über Garderobe, Empfang und Toiletten. Eine Behindertentoilette gibt es ebenfalls – überhaupt ist das gesamte Veranstaltungsareal, das sich ausschließlich im Erdgeschoss befindet, barrierefrei. Thomas Joachim nennt die Sanitärlösung schon deshalb sehr erfreulich, weil der Güterboden zuvor nur Toiletten im Container zu bieten hatte.

Auf Firmenkunden aus Industrie und Wirtschaft ausgerichtet

Insgesamt wirkt das Zentrum mit seinen hellfarbigen Wänden und Decken großzügig und freundlich. In einigen Räumen zeigt ein Stirnholzparkettboden: Hier können auch besonders schwere Exponate stehen, vielleicht ein Pkw.

Noch schwerere Fahrzeuge sind für die etwa 1 000 Quadratmeter große Freifläche auf der Ostseite des Tagungszentrums geplant. Die soll nämlich überdacht werden, für einen Teil der historischen Schienenfahrzeuge, die jetzt südlich vorm Güterboden stehen. Künftig sind sie dann vor Wind, Wetter und Graffiti geschützt. Alles in Abstimmung mit der Traditionsbahn, sagt Thomas Joachim.

Das Tagungszentrum ist in erster Linie auf Firmenkunden aus Industrie und Wirtschaft ausgerichtet. Der Geschäftsführer spricht über eine recht gute Nachfrage für die rund vier Millionen Euro teure Einrichtung mit bis zu sechs neuen Mitarbeitern. Offen steht das TSW darüber hinaus auch mal für eine Privatfeier, vielleicht einen runden Geburtstag.

Åhnlich sieht das mit dem Parkplatz aus. Benötigt das TSW die Fläche nicht für eine Veranstaltung, kann das Areal öffentlich genutzt werden, so Joachim. Eine Tageskarte kostet 4,50 Euro. Braucht das Zentrum die Plätze selbst, wird das an der beschrankten Einfahrt angezeigt.