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TalkStube No2 geht an den Start

Live in der Telux-Hafenstube oder im Stream, sogar mit Live-Kommentar-Funktion, kann am Montag ab 17 Uhr zugehört und diskutiert werden.

Auch ein Ergebnis der Mitstreiter der Medienstube Weißwasser: die Gestaltung von Logos für unterschiedlichen Formate und ihre Bewerbung in den Medienkanälen.
Auch ein Ergebnis der Mitstreiter der Medienstube Weißwasser: die Gestaltung von Logos für unterschiedlichen Formate und ihre Bewerbung in den Medienkanälen. © Medienstube Wsw

Eigentlich wollte das Projekt „Medienstube“ des Vereins Mobile Jugendarbeit und Soziokultur, angesiedelt im Soziokulturellen Zentrum Telux, im März die zweite Folge des neuen Formats „TalkStube“ bringen. Corona machte es unmöglich. Also wurde hinter den Kulissen weiter gearbeitet, auf einen neuen Termin gehofft.

Nun ist es soweit. Kommenden Montag, ab 17 Uhr, wird in der Hafenstube über „Grenzen – vor der Nase und im Kopf?! Unsere Nachbarschaft zu Polen“ geplaudert. Vielleicht ist die Terminverschiebung sogar gut, macht sie das Thema „Nachbarschaft zu Polen“ noch interessanter. Denn die Corona-Krise zeigte, dass es bei ihrer Bewältigung große Probleme dies- und jenseits der Neiße zu bewältigen gab und sich Art und Weise des Umgangs damit ebenso wie Hilfsangebote sehr unterschieden. Vor allem aber wurde uns allen bewusst, wie normal inzwischen das alltägliche Zusammenleben an der Grenze ist, wie uns Deutschen sogar Polenmarkt und Geschäfte, Gastronomie und Gastfreundschaft der Nachbarn, polnischer Teil des Muskauer Parks, grenzüberschreitende Rad- und Wanderwege, Ausflugsziele wie die Grube Babina im Geopark Muskauer Faltenbogen oder Urlaub und Städtetrips in Polen fehlen. 

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Abgesehen von den vielen persönlichen und Vereinskontakten, von gemeinsamen Festen und Kulturangeboten oder den polnischen Kindern in unseren Schulen und Kindergärten und polnischen Arbeitern in unseren Unternehmen, die ihren deutschen Kollegen und Freunden in Bad Muskau, Weißwasser oder Kodersdorf während Corona sehr fehlten. Aber es gibt auch noch immer Vorurteile auf beiden Seiten.

Umso spannender dürfte der Livetalk sein. Einen Einblick in die Vielschichtigkeit des Themas geben Interviews, die die Medienstube schon auf YouTube eingestellt hat. Intensiv beschäftigen werden sich mit der Thematik dann am Montag Moderatorin Antonia Jahnke, interessierte Teilnehmer und Gesprächspartner wie Barbara und Christoph Schneider-Laris vom Musknica e.V., Celine und Vanessa Peschel, Schülervertreterinnen und Teilnehmerinnen eines deutsch-polnischen Schüleraustauschs sowie Claudia Müller, Beauftragte für Internationale Kinder- und Jugendarbeit der Station Junger Techniker und Naturforscher in Weißwasser. Sie sagt beispielsweise: „Ich möchte die Region nicht mehr als Halbkreis erleben, sondern als ganzen Kreis“ und „Früher bin ich nicht auf die Idee gekommen, die Verbindung nach Polen zu suchen. Heute ist es eine große Bereicherung und macht einfach Spaß.“

Warum ausgerechnet die Medienstube solche Diskussionen anbietet, weiß Mitstreiterin Anne-Sophie Hüßler. „Die Medienstube will Kompetenzvermittler für Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien und ihren Informationen sein, Demokratie fördern und beitragen, dass sie nicht nur Konsumenten sondern auch Produzenten sind. Daher haben wir das Talk-Format ins Leben gerufen und produzieren mit und für Schüler den Podcast Stubenhocker, bei dem übrigens noch Mitmacher gesucht werden“, erzählt Anne-Sophie.Dass dutzende Leute bei der TalkStube No2 dabei sind, glaubt sie nicht. „Solche Angebote brauchen Zeit und langen Atem. Doch mehr als beim ersten Mal werden es, wie Facebook und Instagram zeigen.“Infos: medienstube.net oder Facebook/ Instagram: medienstube-wsw

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