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Tauben bringen Fensterglas zum Fallen

Von einem Haus am Boulevard bröckeln Fassadenteile ab. Nicht das erste Mal, dass das Gebäude deswegen im Fokus steht.

Von diesem Haus an der Hauptstraße sind in den vergangenen Jahren wiederholt Fassadenteile auf den Boulevard gestürzt. Die Straße musste deswegen schon teilweise gesperrt werden musste. Für das Abstürzen könnten dieses Mal Tauben verantwortlich gewe
Von diesem Haus an der Hauptstraße sind in den vergangenen Jahren wiederholt Fassadenteile auf den Boulevard gestürzt. Die Straße musste deswegen schon teilweise gesperrt werden musste. Für das Abstürzen könnten dieses Mal Tauben verantwortlich gewe © Fotos: Eric Weser/Montage: SZ

Riesa. Die Zeiten, als im Erdgeschoss-Ladenlokal des Hauses am Boulevard Glas- und Dekoartikel verkauft wurden, sind lange vorbei. Durch Glasstücke hat das Gebäude jetzt aber wieder von sich reden gemacht: Wie das Riesaer Rathaus auf Nachfrage mitteilte, war die Feuerwehr wegen heruntergefallener Scherben eines Fensters zu dem Haus  ausgerückt. Womöglich hatten die im Gebäude hausenden Tauben den Absturz der Fensterteile ausgelöst. Die Gefahr konnte laut Feuerwehr beseitigt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass das augenscheinlich leere Wohn- und Geschäftshaus wegen bröckelnder Dach- und Fassadenteile im Fokus steht: Unter anderem wurde Anfang 2016 ein Teil des Boulevards direkt vor dem Gebäude gesperrt und den Eigentümer aufgefordert, den Zustand zu beheben und für Sicherheit zu sorgen.

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Wie Stadtsprecher Uwe Päsler auf SZ-Nachfrage mitteilte, gab es 2017 eine mehrwöchige Sperrung vorm Haus wegen herabfallender Dachziegel. "Die Stadt hat dann das Dach, nachdem vom Eigentümer keine Initiative kam, als Ersatzvornahme reparieren lassen und die Kosten dem Eigentümer in Rechnung gestellt." Solche Kosten und auch die von Feuerwehreinsätzen wie vorige Woche würden dem Eigentümer auferlegt.

Ob die Stadt Kontakt zum Eigentümer hat, ließ die Verwaltung offen. Unklar ist auch, ob die Kosten eingetrieben werden konnten. 

Wie das Rathaus weiter mitteilte, werde man aber prüfen, ob wieder eine Gefährdung besteht. Denkbar ist also, dass es wieder eine Sperrung geben könnte.

Eine Statistik über bröckelnde Häuser im Stadtgebiet führt man im Rathaus übrigens nicht. Grund: Nicht jedes unsanierte Haus sei gleichermaßen gefährlich.

Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ist unterdessen der einzige Grund, aus dem die Kommune überhaupt eingreifen darf. "Die Optik ist kein Grund zum Einschreiten, das ist Sache des Eigentümers, so bedauerlich man das in diesem Fall auch findet", so Stadtsprecher Päsler.

Eine Chance für das Haus könnte das geplante Sanierungsgebiet Innenstadt sein, das der Stadtrat beschlossen hatte und für das in den nächsten Jahren Millionen Euro an Fördergeldern bereitgestellt werden sollen, um das Zentrum aufzuwerten. 

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