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Tausende Mutige beim Elbeschwimmen

Ein war  Politik-Promi dabei und einer wurde von den Initiatoren und Teilnehmern schmerzlich vermisst - wir haben die Fotos.

Tausende Dresdner wagten sich am Sonntag in die Elbe.
Tausende Dresdner wagten sich am Sonntag in die Elbe. © Marion Doering

Es ist wie beim Fliegen: Das Gefährlichste sind immer der Start und die Landung. Mit diesem Spruch eröffnete der Veranstalter Daniel Baumann um 10 Uhr am Sonntagvormittag das traditionelle Elbeschwimmen. 1 798 Teilnehmer waren gekommen. Manche in Badeanzug und Schwimmhosen, andere in kunterbunten Kostümen. 

Es war das erste Schwimmen ohne den Gründer Dietrich Ewers, der im letzten Jahr verstarb. Die Initiatoren um Baumann trugen T-Shirts mit einem „Danke Dietrich“-Aufdruck, und am Ziel empfing eine große Tafel mit einem Bild von Ewers die Teilnehmer.

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© Marion Doering

„Wir haben heute mit Sonnenschein und 23 Grad Wassertemperatur beste Bedingungen“, so Baumann. Der niedrige Pegel der Elbe sei kein Problem, sagte er. Trotz der nur 56 Zentimeter Wassertiefe konnten die Sportler in der Fahrrinne schwimmen.

Eine von ihnen: Katja Kipping, Dresdnerin und Bundesvorsitzende der Linken. „Ich bin schon ein paarmal mitgeschwommen, und es macht immer viel Spaß“, so Kipping über die rund 3,5 Kilometer lange Distanz zwischen Blauem Wunder und dem Fährgarten Johannstadt. Als Ausgleich zu ihrem Parteiamt und Bundestagsmandat versucht die 41-Jährige, mehrmals in der Woche schwimmen zu gehen. Vor allem Rückenschwimmen. 

Katja Kipping stürzte sich schon ein paar Mal in die Fluten. Auch 2019 war sie beim Elbeschwimmen dabei.
Katja Kipping stürzte sich schon ein paar Mal in die Fluten. Auch 2019 war sie beim Elbeschwimmen dabei. © Marion Doering

In der Elbe ging es für sie Richtung Fährgarten, und in einer Traube Menschen tauchte sie strahlend wieder aus den Fluten auf. „Geschafft“, sagte sie lachend. Doch weit vor ihr kam ein anderer aus dem Wasser. 

Sieger gibt es offiziell beim Elbeschwimmen nicht – frei nach dem Motto „Dabei sein ist alles“. Doch Andreas Suck paddelte bereits 10.25 Uhr ans Ziel mit großem Abstand zu den nächsten. Patschnass und glücklich stieg er aus den Fluten und bekam von den Mitarbeitern des Fährgartens gleich das große Bierglas überreicht.

Andreas Suck war der erste im Ziel und genehmigte sich einen Schluck.
Andreas Suck war der erste im Ziel und genehmigte sich einen Schluck. © Marion Doering

„Natürlich bin ich stolz“, sagt der 32-Jährige mit einem Schmunzeln. Als Ausgleich zu seinem Bank-Job geht er dreimal pro Woche schwimmen. Das Training scheint sich gelohnt zu haben. „Kalt war es nicht, aber ein bisschen rutschig am Schluss auf den Steinen.“

Noch mehr Fotos vom Elbeschwimmen 2019:

© Marion Doering
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© Christian Juppe
© Christian Juppe

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