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Technik-Fans wollen mit Oldtimer-Konvoi ins Guinness-Buch

Die Oberlausitzer Oldtimer- Freunde planen im Herbst einen Rekordversuch. Vorher gibt es ein großes Treffen in Niederkaina.

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Von Christoph Scharf

Ein historischer Büssing-Umzugslastwagen, Vorkriegs-Feuerwehr-Fahrzeuge, knatternde Motorräder: Zur zweiten Auflage der Bautzener Oldtimertage am letzten Juniwochenende haben sich bereits weit über 100 Oldtimer angemeldet. „Sie kommen aus ganz Deutschland, Polen und Tschechien auf das Budissa-Gelände in Niederkaina“, sagt Otto Vorholzer.

Der 54-Jährige ist der Chef der Interessengemeinschaft „Oberlausitzer Oldtimerfreunde“. Nachdem deren Auftaktveranstaltung 2008 wetterbedingt fast im Wortsinn ins Wasser gefallen ist, soll das Programm dieses Jahr noch umfangreicher werden. „Wir haben auch unseren Landesvater Stanislaw Tillich eingeladen“, sagt der Purschwitzer. Der Ministerpräsident soll mit einer Kutsche vorfahren, parallel dazu sorgt die Cunewalder Feuerwehr-Kapelle mit Blasmusik für Volksfeststimmung.

An beiden Tagen werden große Ausfahrten über die Straßen der Umgebung rollen: Am 27. Juni startet die langsame Tour für die behäbigen Fahrzeuge – ein Hanomag-Schlepper bringt nun mal nur Tempo 20 oder 30 aufs Tacho –, am 28. Juni die große Tour ins Lausitzer Bergland. Dabei können die Fahrer schon mal für den Guinnessbuch-Rekordversuch im September proben: „Zu unserem Herbsttreffen am 19. September wollen wir den längsten Oldtimer-Konvoi aufstellen, den es je gab“, sagt Otto Vorholzer ganz selbstbewusst. Voraussetzung dafür wäre gutes Wetter – worauf die Oldtimerfreunde auch schon im Juni hoffen. Schließlich soll es dann in Niederkaina etliche Angebote geben, von der Hüpfburg bis zum Puppentheater, vom „großen Lanz-Zünden“bis zur Party im Festzelt. Natürlich werden die teilnehmenden Fahrzeuge auch bewertet, in verschiedenen Kategorien gibt es Pokale abzustauben.

Überschuss fürs Kinderheim

Erwachsene Besucher – die nicht selbst per Oldtimer kommen –müssen zu den Bautzener Oldtimertagen mit zwei Euro Eintritt rechnen. „Das ist aber nur für unsere Unkosten“, sagt Vorholzer, der vorher jahrelang in Taubenheim ähnliche Spektakel veranstaltet hat. Da die Schau keinen Gewinn abwerfen darf, geht ein eventueller Überschuss ans Kinderheim Wuischke. „Die können das Geld brauchen.“