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Teenos warten auf Schnee

Den Rodelwettbewerb plant die Jugendinitiative unermüdlich weiter. Auch wenn noch mehr fehlt als Flockenwirbel.

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© Marko Förster

Von Maria Trixa

Der Rodler benötigt vor allem zwei Dinge: Schlitten und Schnee. Die Schlitten stehen längst bereit, nur der Winter verhält sich zickig und zwingt die Jugendinitiative Teeno Events, ihren Rodelwettbewerb um eine Woche zu verschieben. Am 1. Februar sollen nun in Jessen die Kufenflitzer geschmeidig den Hanewackenberg hinabsausen. „Wir hoffen, bis dahin schneit es“, sagt Nico Haufe.

Der Begründer von Teeno Events sitzt in seinem Büro im Copitzer Rundhaus gegenüber der Stadtbrücke. Hell fällt das Licht der Nachmittagssonne in den Raum, dessen Wände von der über dreijährigen Geschichte der Initiative erzählen. Plakate der Konzertreihe „Rock die Q“ dominieren das Bild. Mittendrin prangt die blau-orange Ankündigung zum ersten Jessener Rodelwettbewerb im vergangenen Jahr. „Da war wahnsinnig was los“, erinnert sich Nico Haufe. 400 Leute brachten einen Tag lang ordentlich Leben in den Pirnaer Ortsteil. Für die Organisatoren ein Überraschungserfolg, an den sie gern anknüpfen wollen.

Damit denkt Nico Haufe auch an die Zukunft „seines Babys“ Teeno Events. In einem Jahr beendet der 18-Jährige die Schule. „Irgendwann bin ich nicht mehr hier“, sagt der Graupaer. Bis dahin möchte er dafür sorgen, dass der Rodelwettbewerb für möglichst viele Pirnaer zum festen Termin am Jahresanfang wird. „Dann können unsere Nachfolger darauf aufbauen“, erläutert der Schüler sein Vorhaben. Und neue Mitglieder kann das zwölfköpfige Team immer gebrauchen. Denn zur Organisation eines Wettkampfes gehört dann doch viel mehr als nur Schlitten und Schnee.

Unter einem großen beheizten Festzelt bietet wieder Le Café aus Pirna seine Leckereien an. Die Heizpilze konnten im vorigen Jahr nicht verhindern, dass sich die Organisatoren eisige Füße holten. Deswegen gibt es in diesem Jahr einen eigenen Technikwagen. „Dort drin ist die Wettkampfzentrale“, sagt Anna Greschke. Als Wettkampfleiterin wird die 15-Jährige die Zeitmessung überwachen und dafür sorgen, dass Bildschirme die aktuelle Wertung aller Teams anzeigen.

Die Bildschirme sind eine von mehreren Neuheiten in diesem Jahr. Sie werden auch an der roten Wand befestigt, vor der die Siegerehrung stattfindet. „Das wird toll“, ist sich Nico Haufe sicher. Noch ruht die Siegerwand in der Büroküche, sie ist Nico Haufes ganzer Stolz. Wer am 1. Februar davor aufs Treppchen steigen möchte, rodelt nach neuen Spielregeln. „Von acht Durchgängen zählen wir die drei besten“, sagt Anna Greschke. Die reibungslose Abfahrt sollen eine größere Piste und Handläufe zum Anschieben ermöglichen.

Doch Technik, Ton und Licht kosten Geld. Deswegen gehört auch die Sponsorensuche zur Organisation. Das kann aufwendig sein, gerade wenn ein Projekt in den Kinderschuhen steckt. „Erst acht Monate nach dem Rodelevent 2013 hatte ich die letzten Sponsoren gewonnen“, sagt Nico Haufe. Auch jetzt noch läuft die Suche nach Unterstützung. Die muss nicht nur finanzieller Art sein. So stellt der Kreissportbund die Rodelausstattung. 2013 sorgten 25 Helfer für die Ausbesserung der Piste, das leibliche Wohl der Gäste und das Stoppen der Abfahrtszeiten. Wer helfen oder rodeln will, ist bei den Teenos gern gesehen. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass auch der Winter seine Trotzphase überwindet.

Die Teenos treffen sich jeden Dienstag, 17 Uhr, in ihrem Büro in der Fährstraße 2 in Pirna-Copitz. Neue Gesichter sind den jungen Leuten immer willkommen. Aktuelle Infos zum Rodelwettbewerb im teeno-events.de