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Riesa

Teigwaren Riesa droht unbefristeter Streik

Die Gewerkschaft will den Arbeitskampf verschärfen. Das Unternehmen hätte aber noch eine Chance, das abzuwenden.

© Foto: Archiv/Sebastian Schultz

Riesa. Zwei 24-Stunden-Warnstreiks gab es allein in dieser Woche, nun droht den Teigwaren Riesa der unbefristete Arbeitskampf. Bei einer Urabstimmung am Donnerstag sprachen sich 96 Prozent der Streikenden dafür aus, teilte die Gewerkschaft NGG mit. Noch während der Abstimmung habe es seitens der Geschäftsführung einige Angebote gegeben, sagt NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig. Diese hätten vorgesehen, den Tarif der sächsischen Ernährungswirtschaft weitgehend anzunehmen – allerdings schrittweise bis 2022 und mit Abstrichen bei den Urlaubsregelungen, so Ledwig. „Dass da niemand klatscht ist klar.“ Es spreche Bände, dass trotzdem nachher fast alle Beteiligten für den unbefristeten Streik stimmten. Der biete der Gewerkschaft nun deutlich mehr Flexibilität im Arbeitskampf – lasse sich aber noch abwenden: „Wir werden am nächsten Mittwoch gucken, wie viel Bewegung drin ist“, erklärt Uwe Ledwig. Nach mittlerweile sieben Warnstreiks, von denen fünf über 24 Stunden gingen, habe sich gezeigt: „Der Betrieb steht.“ Sorgen, dass die Streikbereitschaft abnehmen könnte, macht sich der Verhandlungsführer deshalb nicht. 

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