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Döbeln

Telekom-Kunden nach Kündigung ratlos

Wer analog telefoniert, muss über Änderungen nachdenken. Damit sind manche Betroffene überfordert. Einige haben sich bei der Kommune gemeldet.

©  dpa (Symbolbild)

Leisnig. In dieser Woche haben sich Vertreter der Stadt Leisnig und der Telekom getroffen. Bei dem Gespräch ging es um die Kündigung von ISDN-Anschlüssen zum Jahresende, die den Kunden ins Haus geflattert sind. „Damit sind einige nicht klargekommen“, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Sowohl Privat- als auch Geschäftsleute hätten sich daraufhin mit ähnlichen Fragen im Rathaus gemeldet.

Telekom-Sprecher Georg von Wagner bestätigt die Vorgehensweise des Unternehmens. Wieviele Kunden im Vorwahlgebiet von Leisnig von der Kündigung betroffen sind, vermag er nicht zu sagen. „Wir haben im Laufe der zurückliegenden fünf Jahre nahezu alle Kunden in Deutschland zu diesem Thema angeschrieben, denn wir schalten die ISDN-Plattform ab, da sie nicht dem heutigen technischen Stand entspricht“, erklärte er. 

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In der Regel schreibe die Telekom ihre Kunden bis zu fünfmal an. „Wenn sich diese nicht zurückmelden und einen Produktwechsel beantragen, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Kunden zu kündigen“, so der Unternehmenssprecher. Gern würde das Unternehmen seine Kunden behalten. „Aber dafür ist zwingend eine Reaktion ihrerseits nötig“, sagte von Wagner. Ansprechpartner sind auf den Schreiben der Telekom genannt. Auch in Telekom-Shops bekommen die Betroffenen Rat und Hilfe.

Zwischen der Umstellung auf digitale, also IP-Technik, und dem Ausbau des Breitbandes gebe es laut Telekom keinen Zusammenhang. IP funktioniere auch bei niedrigen Bandbreiten, wie sie im Raum Leisnig teilweise noch anliegen.

Das wird sich in den nächsten Jahren ändern. In dieser Zeit soll das schnelle Internet nahezu flächendeckend einziehen. Wie der Bürgermeister informierte, wurden dafür nahezu 30 Millionen Euro Fördergeld vom Bund bewilligt. Die Co-Finanzierung vom Land für das Gebiet, in das Leisnig integriert ist, sei beantragt. Wahrscheinlich im Herbst würden die ersten Ausbauarbeiten vergeben. (DA/sig)

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