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Wie lange muss man hier noch 60 fahren?

Nach einem Unfall auf der B178 zwischen Löbau und Weißenberg im September sind keine Tempo 130 mehr erlaubt - weil Firmen keine Kapazitäten haben.

Von Thomas Mielke
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So sah es im September an der B178 zwischen Löbau und Weißenberg aus: Ein polnischer Lkw hatte die Leitplanke durchbrochen und war die Böschung heruntergekippt.
So sah es im September an der B178 zwischen Löbau und Weißenberg aus: Ein polnischer Lkw hatte die Leitplanke durchbrochen und war die Böschung heruntergekippt. © Archivfoto: Lausitznews.de/ Jens Kaczmarek

Seit mehr als drei Monaten werden die Autofahrer auf der B178 an einer ehemaligen Unfallstelle zwischen Löbau und Weißenberg von 130 auf 60 Kilometer pro Stunde abgebremst. Damals war ein polnischer Lkw mutmaßlich wegen Sturmböen von der Fahrbahn abgekommen, hatte die Leitplanke durchbrochen und war die Böschung herabgestürzt

Das Ende der Reparaturen und damit das Ende des Tempolimits wird aber noch dauern. "Die Stahlschutzplanke ist bereits instandgesetzt, jedoch ist das Geländer dahinter noch nicht wieder repariert", teilte eine Sprecherin des Landkreises unter Berufung auf das Amt für Hoch- und Tiefbau auf SZ-Anfrage mit. "Aus Kapazitätsgründen können die Firmen die Reparatur erst im Februar/März durchführen." Darüber hinaus handele es sich bei den neu zu beschaffenden Bauteilen um Sonderanfertigungen, die nicht in Serie produziert würden. "Uns als Landkreis sind daher leider die Hände gebunden", so die Sprecherin. 

Die aktuelle Geschwindigkeitsbeschränkung resultiert aus der Einengung der Straße durch die zur Absturzsicherung errichtete Betongleitwand. Das wurde laut der Sprecherin mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das sich für den Bund um die Bundesstraße kümmert und Reparaturaufträge an den Kreis durchreicht, abgesprochen. Kurz nach dem Unfall war das Tempo an der Stelle sogar auf 40 Kilometer pro Stunde gedrosselt worden. 

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