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Temposünder in Schönau-Berzdorf erwischt

Die Polizei hat vor einigen Tagen geblitzt - ein Autofahrer hatte 28 km/h zu viel. Anwohner fordern weitere Maßnahmen gegen Raserei, die Räte handeln nun.

Achtung mobiler Blitzer: Auch in Schönau-Berzdorf hat die Polizei vor einigen Tagen geblitzt.
Achtung mobiler Blitzer: Auch in Schönau-Berzdorf hat die Polizei vor einigen Tagen geblitzt. © Archivfoto: André Schulze

27 Temposünder bei über 500 gemessenen Fahrzeugen - das ist die Bilanz einer ersten Blitz-Aktion der Polizei in Schönau-Berzdorf. Wie der Sprecher der Polizeidirektion Görlitz, Philipp Marko, auf Nachfrage bestätigte, hatte die Polizei am Freitag auf der Hauptstraße beim sogenannten Gashäuschen ein Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt. Das ist unweit des Wohnhauses von Ronny Leyer, der mit seinem Bauwagen-Protest die Diskussion um zu schnelles Fahren im Ort losgetreten hatte.

Die Messung erfolgte in beide Fahrtrichtungen zwischen 11.45 Uhr und 16.45 Uhr. Unter den 27 ertappten Fahrern, die zu schnell unterwegs waren, hatten zwei mehr als 21 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho und müssen nun mit einem Bußgeld rechnen, bei allen anderen Fällen wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Der schnellste Temposünder war mit Tempo 78 in der Ortschaft unterwegs. Aus Sicht der Polizei fallen die Werte nicht über die Gebühr aus dem Rahmen, vor allem nicht in Richtung Hagenwerder, wo nur etwa ein Prozent der gemessenen Fahrzeuge mit einem Verstoß auffielen. In Richtung Altbernsdorf ergaben die Messungen in vier Prozent der Fälle eine Abweichung.

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Insgesamt hält die Gemeinde aber daran fest, mit Hilfe von Polizei und Landkreis gegen Raserei verstärkt vorzugehen. Der Gemeinderat segnete in seiner jüngsten Sitzung das Vorhaben ab, beim Landkreis zum einen einen stationären Blitzer und auch mindestens eine Smiley-Tafel zu beantragen, auf der die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt wird. Außerdem will die Gemeinde eine 30er-Zone beantragen, die auch den Verkehr und die Fußgänger zu und von der Kita und der Schule auf dem Hutberg besser schützen soll. Anvisiert ist eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Kirch-Kurve zwischen der Rössel-Brücke und der Auffahrt zum Hutberg. Ob und was von den Wünschen der Gemeinde machbar ist, wird sich zeigen.

Wenn es für die ein oder andere Maßnahme grünes Licht gibt, werde mit Vertretern der Gemeinde und des Rates dann noch mal konkret vor Ort über Standorte gesprochen und entschieden, erklärte Bürgermeister Christian Hänel (parteilos).

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Hänel informierte zudem darüber, dass eine Reduzierung der Schachtdeckel auf der Hauptstraße frühestens bei der Sanierung der Straße möglich sein wird. Er stellte zudem infrage, ob am Ende tatsächlich so viele Deckel eingespart werden können. Eine erste Überprüfung der Lage habe ergeben, dass man auf die allermeisten Schächte nicht verzichten können wird.

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