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Bautzens CDU will Millionenprojekt stoppen

Die größte Fraktion im Stadtrat steht nicht mehr hinter der geplanten Spreebrücke. Ist die Idee damit gestorben?

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Blick in die Zukunft: So könnte die Spreebrücke vom Protschenberg zur Ortenburg einmal aussehen. Doch das Projekt steht auf der Kippe.
Blick in die Zukunft: So könnte die Spreebrücke vom Protschenberg zur Ortenburg einmal aussehen. Doch das Projekt steht auf der Kippe. © Visualisierung: TU Dresden

Bautzen. Am Mittwoch in einer Woche könnte alles vorbei sein. Die schöne Idee von der Fußgängerbrücke, der Traum von einem neuen Weg über das Spreetal. Die CDU hat angekündigt, einen Antrag einzubringen. Die größte Fraktion im Bautzener Stadtrat möchte das Millionenprojekt möglichst schnell stoppen. Das heißt: Aufträge, welche die Stadt zur weiteren Untersuchung der Spreebrücke bereits ausgelöst hatte, können noch beendet werden. Doch danach, so die Forderung der CDU, wird erst einmal Schluss sein. Die Stadt Bautzen sollte vorerst kein weiteres Geld mehr in das Spreebrücken-Projekt stecken.

Sollte der Antrag im Bautzener Stadtrat auf Zustimmung treffen, hätte das zur Folge, dass auch der Bürgerentscheid auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Die CDU begründet den Antrag damit, dass die Stadt aktuell vor wichtigeren Aufgaben steht. Die Verwaltung sollte ihre Kraft besser in die Schaffung neuer Wohnbaustandorte verwenden, heißt es aus der Fraktion.

Kosten lassen sich nur schwer ermitteln

Zuletzt hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass für die Brücke weitere Untersuchungen notwendig wären. Das Projekt sei sehr komplex, viele Fragen müssten noch geklärt werden, teilte Baubürgermeisterin Juliane Naumann mit. So lassen sich zum Beispiel die Gesamtkosten für den Bau nur schwer ermitteln.

Der Antrag der CDU trifft bei vielen Stadträten auf Unverständnis. Man könne das Projekt nicht beerdigen, ohne die Bürger zu befragen, lautet der Tenor. SPD, Linke, FDP und Bürgerbündnis haben bereits angekündigt, den Antrag abzulehnen.

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